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Dealer mit Rauschgift
 
oder
 
Im Namen der Wahrheit

 
Achttausend Jahre
Seit achttausend Jahren beschäftigt sich die Menschheit mit der Kulturpflanze Hanf und deren berauschender Wirkung.
In spirituellen Zeremonien wurde Hanf zur Bewusstseinserweiterung eingesetzt.
Seit 8000 Jahren beschäftigt sich der Mensch auch mit Astrologie und mit anderen Naturwissenschaften, um sein Bewusstsein mit Wissen zu befriedigen.
Es wurden Erkenntnisse über Naturgesetze und Regelmäßigkeiten entdeckt, die mittlerweile so vielfältig geworden sind, dass das Bewusstsein eines Einzelnen es nie ganz verstehen wird.
Mittlerweile scheint es so zu sein, dass all die vielen Erkenntnisse sich gegenseitig ausschließen.
Auf der einen Seite Horoskope und Astrologie, auf der anderen die Mathematik.
Hier das Tarot und Ying - Yang und auf der anderen Seite das Glauben an den einen und einzigen Gott.
Man hat Naturmedizin und Apparatemedizin, wir haben ökologischen Landbau und gleich daneben, den Hochleistungsmilchbetrieb.
Das alles zusammen bringt jeden Einzelnen von uns irgendwann in die Situation einer Bewusstseinsspaltung.
Eine Art schizofrene, gespaltene Persönlichkeit.
Das Bewusstsein rebelliert und macht uns krank, viele dieser Krankheitsbilder laufen im Unterbewusstsein ab.
Angst erhöht den psychischen Druck und führt verstärkt zu körperlichen Gebrechen.
Die meisten Krankheiten bringen den Menschen zur Ruhe.
Das Bewusstsein wird auf das Wesentliche zurückgeholt.
Viele Krankheiten werden gar nicht als solche wahrgenommen, eine gespaltene Persönlichkeit merkt als Allerletztes, dass sie schizofren ist.
Es fehlt in der heutigen Zeit am gesellschaftlichem und familiären Rückhalt für den Einzelnen.
Jeder fühlt sich allein gelassen und die krankmachenden Ängste wachsen und wachsen.
Was trübt sich mehr beim Kranken?
A: der Urin oder
B: die Gedanken?
 
Sehr geehrte Damen und Herren,
stellen Sie sich vor vom Hals an abwärts gelähmt zu sein. Ein taubes Gefühl in 80% Ihres Körpers. Hände die nicht mehr greifen können, Abhängigkeit und Hilfsbedürftigkeit auf allen Ebenen.
Sie können noch nicht mal eine Fliege töten, es sei denn, Sie fangen sie mit den Zähnen.
Trotzdem kämpfen Sie für ein selbstbestimmtes Leben.
Sie wollen Mobilität und Kontakt zur Gesellschaft, um auch Ihren Anteil zu geben. Doch man ist und bleibt nur Sozialhilfeempfänger, das schwächste Glied der Gesellschaft.
Deshalb suche ich Ihre Hilfe und Unterstützung.
Es geht nur um eine Meinung. Es ist die von mir, Michael Thielen, 43Jahre alt, seit 1984 vom Hals an abwärts gelähmt.
Seit 1997 bin ich Arbeitgeber mit 3 Mitarbeitern, die mich dabei unterstützen, ein selbstbestimmtes Leben mit Assistenz zu führen.
Es geht nicht nur darum eine Meinung zu haben, sondern man muss auch die Mehrheit haben.
20 Jahre!
20 Jahre ist eine lange Zeit.
Heute ist es 20 Jahre her, dass sich mein Leben von einem Tag auf den anderen verändert hat. Durch einen Autounfall habe ich mir den 4. und 5. Halswirbel gebrochen und bin seitdem querschnittgelähmt.
Die meiste Zeit meines Lebens verbringe ich im Bett, um möglichst keine Druckstellen zu bekommen.
Ich habe vom ersten Tag an versucht, möglichst nicht zur Last zu fallen.
So habe ich auch die ersten 12 Jahre nach dem Unfall fast nur im Bett gelegen.
Ich kann mich daran erinnern, dass es anfangs eine sehr ruhige Zeit war.
Eine Zeit voller Träume und wenig Besuch.
Und dann kam die Nacht in der es den großen Polizeieinsatz im Nachbarhaus gab. Wie RPR (Radiosender) am nächsten Tag berichtete, wurden 5 Personen in Mehren beim Drogenkonsum erwischt. Durch die Polizei – Razzia konnten 5 Personen festgenommen werden.
Da mein Onkel den Abtransport, der in Haft genommenen Personen miterlebte, berichtete er mir, dass der Tobi, der Rock, der Rick und noch zwei Weitere abgeführt wurden.
 
Ich frage mich bis heute, was die jungen Burschen damals veranlasste, ausgerechnet mich zu besuchen.
Es ist jetzt ca. 18 Jahre her, dass der Tobi mich das erste Mal besuchte.
Da ein bisschen Abwechslung immer willkommen ist, kam es zu regen Gesprächen und einer bis heute andauernden innigen Freundschaft.
Vielleicht war es die gesellschaftliche Isolation, die uns zusammen brachte.
Weil, ob du behindert bist oder ob du drogenabhängig bist, du bist isoliert.
Als wir so ins Gespräch über die Verhaftung kamen und den Grund dafür, der lediglich im Haschischkonsum (Joint rauchen) bestand, musste ich eingestehen, auch im Besitz von einem kleinen klumpen Haschisch zu sein.
Das Gesicht von Tobi hätten sie sehen müssen.
Diese Verwunderung. „Der Michel hat Haschisch, so was aber auch.
„Wo ist es? Und wie viel?
„Es liegt im Bücherbord hinter der Bibel und es sind 27 Gramm.
„Nicht zu fassen, der Michel hat Haschisch.
„Erzähl doch mal, wie bist du denn da dran gekommen? Seit wann rauchst du?
Es waren 4 oder 5 Monate nach dem Unfall im Krankenhaus, wo ich das erste Mal Haschisch geraucht habe.
Es war in der Zeit, wo ich mir die Frage nach dem Sinn des Lebens stellte.
Ist ein Weiterleben als Behinderter noch sinnvoll?
Wird mir mein zukünftiges Leben noch Erfüllung geben können?
Ich war damals im Unfallkrankenhaus der Meinung, dass ein Leben als Behinderter wenig sinnvoll erscheint.
Worauf der damalige Zivi meinte: „Du musst unbedingt mal Eine rauchen, dann denkst du anders.
Mit „Eine rauchen meinte er Haschisch konsumieren.
Bis dahin war ich der Meinung, dass ich das nicht nötig hätte.
Aber jetzt wo ich nichts mehr zu verlieren hatte, könnte ein neues Denken nicht schaden.
So beschloss ich mit dem Zivi etwas zu besorgen und zu rauchen.
Mir persönlich hat das Rauchen immer gut dabei geholfen einen, gewissen Abstand zu den Problemen und Bedrängnissen des Alltags zu bekommen.
Nicht um mich den Problemen zu verschließen, sondern um neue Betrachtungsweisen und Lösungswege zu finden.
Ein Abstand zur Wut und Hilflosigkeit, half mir bis heute immer sehr gut in meinem Leben weiter.
Schon immer hatte ich die Meinung, dass ich keine anderen Drogenexperimente unternehmen werde.
Seit 20 Jahren möchte ich mir das, was ich beim Haschischkonsum hatte, nicht durch eine andere Sucht zerstören.
Sie können fragen wen sie wollen aus der Szene. Die können alle nur bestätigen: Der Michel rauchte nur Joints. Über 15 Jahre war da nur Marihuana drin, denn Haschisch mag der gar nicht!
 
Heute,
nach über 20 Jahren ist es an der Zeit einmal ein offenes Wort zu sagen.
Ich möchte mich hier nicht rechtfertigen, denn das habe ich nicht nötig.
Aber ich habe das dringende Bedürfnis meiner näheren Umgebung etwas mehr vom schwulen Frauenvergewaltiger, vom behindertem Drogenhändler und Sozialschmarotzer zu erzählen.
Schwarzer Hut, schwarze Kleidung, schwarzer Rollstuhl.
 
Wenn die Leute ( Menschen) etwas „Schlechtes über einen erzählen können, dann geht das um wie ein Lauffeuer,
aber wenn sie etwas „Gutes über einen sagen sollen, kriegen sie den Mund nicht auf.
 
Da die Gerüchteküche schon seit über 20 Jahren am Kochen ist, bin ich weit und breit als der Drogenpapst verschrien.
Ein Drogenhändler der Extasypillen und Kokain an Kinder verteilt und alle zum Drogenkonsum verführt.
Vogelfrei soll ich sein, wegen meiner Behinderung und regelmäßig würden bei Polizeirazzien Drogenfunde gemacht.
 
Die Wahrheit ist leider anders, wie es in Ihren Köpfen von statten geht.
Ich will Ihre Lügen und Phantasiegeschichten hier einmal auf den Boden der Tatsachen zurück bringen.
In Wahrheit habe ich mich seit 20 Jahren darum bemüht, meine Freunde aus der Szene vor Schlimmeren zu bewahren.
Ich persönlich habe noch nie Extasy genommen, oder Speed geschnupft.
Die Drogen, die ich für mich käuflich erwoben habe, waren Haschisch und Gras.
Da ich seit 20 Jahren Sozialhilfeempfänger bin, habe ich auch nichts zu verschenken, vor allen Dingen keine Drogen.
Es war mir immer bekannt, welche Wirkung die Drogen haben, da ich den Konsum von Cannabis auch aus medizinischer Sicht betreibe.
Leider kennen mich die wenigsten, die über mich reden, persönlich.
Sonst könnten sie sehen, dass ich durch meine Lähmung nicht mehr in der Lage bin, mit meinen Händen zu greifen.
Ich bin bei allem auf fremde Hilfe angewiesen.
Ohne fremde Hilfe würde ich verhungern und verdursten.
Das bedeutet, dass ich auch noch nie Drogen in meinen Händen hatte.
Ich habe also noch nie einen Joint selbst gebaut.
Ich war zwar dabei, aber noch nie mitten drin und so habe ich in 18 Jahren auf eine kleine Gruppe von ca. 20 – 30 Leuten aufgepasst.
„Ach was, ich will kein Eimer, lass uns eine Tüte rauchen und dann ist es auch gut.
80 Eimer hat der Tita geraucht bei Rock am Ring.
„Ist das noch normal?
Die größte Lehre, die ich aus 18 Jahren ziehen kann: Ich konnte niemanden vor dem bewahren oder beschützen, was ihm passieren soll.
 
Ich habe versucht meine Clique vor den Heroinhändlern zu schützen und bin sogar zum Zinker geworden.
Beim ersten Mal habe ich mich sogar sehr schlecht gefühlt, als ich einen anonymen Tipp an die Polizei weitergeleitet habe.
Wenn ich es heute so betrachte, dann hat unsere kleine Clique von vor 20 Jahren doch eine verdammt miese Quote erreicht.
Von ca. 30 Leuten, die einst mit Haschischkonsum angefangen haben, sind ca. 14 Leute heroinabhängig geworden.
Viele dieser Abhängigen leiden unter Hepatitis und lebenslangen psychischen Störungen.
Es gab einen Herointoten.
Ca. 15 Leute sind unregelmäßige Haschischkonsumenten geblieben.
Einige sind heute unbescholtene Bürger, die den früheren Konsum von Haschisch niemals in der Öffentlichkeit zugeben würden.
Sie sind umgestiegen auf Alkohol und bemüht sich anzupassen.
 
Ich dagegen habe mir damals diese Jacke angezogen.
Ich habe über 15 Jahren lang versucht, der letzte Mann hinter der Auslinie zu sein.
Von allen verschrien und doch nicht erkannt, habe ich versucht, meine Freunde vor Schlimmerem zu bewahren.
Ich konnte damals nicht ahnen, dass ein schlechter Ruf zu einer gesellschaftlichen Isolationshaft führen kann und sogar darüber hinaus, werde ich von der Erwachsenenwelt als Kinderschreck benutzt.
Ich bin bekannter als der Landrat in unserer Gegend und doch sprechen die Wenigsten mit mir persönlich.
 
„Ich hab´s satt hieß der Wappenspruch Ludwig des XI. von Orleans (1462 – 1515)
 
Jede Gesellschaft hat zwei Arten von Regeln:
Die Gesetze und die Umgangsformen.
Die Gesetze verhindern, dass wir uns gegenseitig umbringen und
die Umgangsformen, dass wir uns gegenseitig verrückt machen.
Meiner Meinung nach, ist es ein großer Fehler, den Cannabiskonsum zu kriminalisieren.
Wenn Haschisch eine Einstiegsdroge ist, muss die harte Drogenszene isoliert werden.
Was man nur durch die Freigabe von Cannabishandel,- besitz und -konsum erzielen kann.
Erst wenn wir es freigeben und uns damit auseinander setzen, werden wir den Kontakt zu unseren Kindern wieder herstellen können.
Die Wand des Verbots, ist die Wand des Schweigens!
 
Was ist ein Gitschy?
 
Es hat keine Freunde
Deshalb trinkt es viel.
Aus Kummer und Sorgen,
man will es fangen und binden.
Es würde Menschenkinder schinden.
Kein Freund steht still,
und spricht sehr gut.
Gib dem Gitschy neuen Mut.
Doch einer hilft und will ihn halten.
Doch das wird halt nichts mit dem Alten.
Der sitzt ihm Rollstuhl und kann nicht schalten.
Der arme Michel, man müsste einen Förderverein für ihn gründen.
Gitschy, Gitschy, ja, ja, da, da
Gitschy, Gitschy, ja, ja, da, da.
 
Wir kennen uns schon fast ewig.
Ich erinnere mich noch genau als der Tita mich besuchte. Es war unmittelbar nach der RPR Radiomeldung über die Polizeirazzia in Mehren. Da kam der Tita zu mir und sagte: „ Dieses Haschisch will ich auch unbedingt mal probieren.
Wir führten ein ausführliches Gespräch über Drogen und ihre Risiken. Dennoch wollte er es unbedingt versuchen.
„Wenn du das unbedingt versuchen willst, dann muss du dir das zuerst nochmal richtig überlegen und dann nochmal wiederkommen. Heute werden wir das hier auf keinen Fall machen.
Aber er wollte auf keinen Fall, mit den jetzt bekannten Personen gesehen werden. So kam es, dass ich meine erste Tüte mit dem Tita zusammen geraucht habe.
Was er bis jetzt nicht wusste und nicht ahnen konnte war, dass ich einen 27 Gramm großen Haschischklumpen hatte.
Im Krankenhaus hatte ich bis jetzt nur gestopfte Zigaretten geraucht.
Ich erklärte Tita, wie man drei Blättchen zusammen kleben muss, einen Filter baut und das Haschisch durch erhitzen verbröseln kann. Woraufhin er dann unseren ersten, gemeinsamen Joint drehte.
 
Es war ein großer Fehler, weil ich mich bis heute verantwortlich fühle. Ich habe seit jener Zeit nie mehr jemanden zum Erstkonsum verholfen.
 
Wir waren jung und es erschien uns als ungefährlich, Haschisch zu rauchen.
Doch was ist daraus geworden?
Joint rauchen gilt als Verschwendung, denn Eimer rauchen bömmt viel mehr.
Nach dem Eimer rauchen, kam das Extasytabletten schlucken und das Speed schnupfen. Um wieder runter zu kommen wurde anfangs Haschisch geraucht.
Später wurde dann Schore ( Heroin) auf dem Alublech geraucht.
Man war immer noch nicht süchtig, weil man ja immer noch keine Nadel gebrauchte. Alle redeten sich gegenseitig ein, dass es zum Aufhören eh schon zu spät sei.
Ab und zu gab es dann doch wieder Jemanden, der es versuchte.
Dann hörte man wieder eine Zeitlang nichts von ihm, bis er irgendwann doch wieder dabei war.
Viele von den anfänglichen Haschischkonsumenten sind nie weiter gegangen.
Abgestoßen und angewidert zerplatzte die ehemalige Gruppe.
Es bildete sich ein harter Kern von Heroinsüchtigen.
Was ist daraus geworden?
Nach über 18 Jahren habe ich jetzt vor Kurzem die Anklageschrift mit allen Aussagen gegen den Tita gelesen. Eine Ermittlungsakte von über 400 DIN A 4 Seiten Aussagen, zu diversen Delikten von verschiedenen Personen der Drogenszene.
Das einzige, was man dem Tita vorwerfen kann, ist, dass er sich als Heroinkranker Heroin besorgt hat. Der Tita hat niemanden betrogen oder bestohlen.
Doch er hat einen Fehler gemacht, er hat anderen weiter geholfen und hoffte darauf, dass ihm in der Not auch geholfen wird.
Die Anklageschrift lautet deshalb Einfuhr und Handel mit Heroin.
Irgendwie erinnert mich Tita heute an das letzte der 10 Negerlein.
Ein offenherziger, gutmütiger, kontaktfreudiger Geselle.
Ganz das Gegenteil von Erpressung, Diebstahl, Lug und Betrug. Selbst Prostitution und Einbrüche in Opferstöcke wurden von Mitangeklagten gestanden.
Die dafür auch Gefängnisstrafen abbüssen müssen.
 
Ich habe einen ungeheuren Hass gegen die Gesellschaft bekommen, während ich die Ermittlungsakte gelesen habe. Es erinnerte mich voll an die Geschichte von  Christiane F. Wir Kinder vom Bahnhofs Zoo
Die selbe Scheiße, nur 30 Jahre später und bei uns auf dem Land.
Ich bin enttäuscht und wütend, weil sich unsere Gesellschaft nicht öffnet.
Es hat 30 Jahre gedauert von der Hauptstadt Berlin bis hier hin in die Vulkaneifel! Wenn ihr da draußen, ihr Eltern weiterhin eure Augen verschließt, dann kann auch ihr Kind das Nächste sein.
Wir müssen die Szene zerreißen, um den Kampf gegen die harten Drogen gemeinsam aufzunehmen.
Gesungen:Gitschy, Gitschy, ja, ja ,da, da
Gitschy, Gitschy, ja, ja, da, da
Die hohe Quote von Heroinabhängigen in meiner Clique scheint ein Widerspruch zur Cannabisfreigabe zu sein.
Doch die Zeiten haben sich geändert.
Früher waren wir eine kleine Gemeinde von 20-30 Personen, heute sind es mehrere Hundert oder Tausende, die Haschisch und Mahriuana konsumieren. Es ist schon die 2. neue Generation herangewachsen, in der schon jeder Zweite probiert hat.
Ca. ein Viertel der deutschen Gesellschaft, also 20 Millionen Menschen zählen zu den potenziellen Cannabiskonsumenten.
Irgendwann wird eine Zeit kommen, wo in Deutschland eine andere Politik gemacht werden muss.
Es wird eine Politik ohne Kopfpauschale bei der AOK sein müssen.
Weil wir z.B. das Solidaritätsprinzip bei der Krankenkasse in unserer Gesellschaft haben wollen.
Wir alle wollen keine Drogenkranken.
Dennoch sollte es gestattet sein, ein Tütchen zu rauchen.
Durch die jetzige Politik, findet die Gesellschaft keine Möglichkeit, einem legalen Cannabishandel etwas Positives abzugewinnen.
Ein milliardenschwerer Fehler.
Die Stimme des Volkes gibt es schon lange nicht mehr. Sie ist unerwünscht von den heute dahinhetzenden Medien.
Allen Nichtwählern muss ich sagen, sie gefährden unsere Demokratie. Die Grundmauern unserer Freiheit. Auch ungültige Wählerstimmen sind Wählerstimmen.
 
Anekdoten und andere Geschichten
 
Es ist ja nicht so, dass man nur von Drogen oder deren Geschäften gehört hätte.
Man hört da auch von Stühle rücken, Geisterbeschwörungen und vom 6. und 7. Buch Moses.
Was vom schwarzen Abt im Dorf benutzt wurde, um Stühle zu rücken, Flaschen zu drehen, Gläser zu rücken und was weiß der Teufel, was alles noch getrieben wurde.

Als ich von so was gehört habe, dachte ich es wird Zeit einzuschreiten und habe über einen, der ziemlich großen Einfluss auf die Gruppe ausübte, versucht, an das 6. Buch Moses heranzukommen.
Das hat dann auch geklappt.
Ein paar Wochen später kam mein Mann mit dem Buch in der Hand an.
Das 6. und 7. Buch Moses sollte es sein, irgendein Nachdruck.
Ich beschloss kurz hinein zu gucken und dann sollte das wohl irgendwie vernichtet werden.
Eine ganze Gruppe Kiffer war abgedriftet und war in irgendeinem satanischen Scheiß verwickelt.
Es galt einen Riegel vorzuschieben.
Der Anfang war gemacht.
Das Buch war hier.
Ich legte es in die Ecke, ganz hinten in die Schublade, wo ich die Videokassetten hatte.
So gelang es, dass sich die Gruppe wieder ein wenig beruhigte.
Zur gleichen Zeit hatten wir hier abends des öfteren die Gedanken fliegen und wollten unbedingt etwas in Bewegung bringen.
Irgendetwas müsste man machen mit all dem Hirnschmalz, was so verlief.
Es wurde beschlossen, dass man ein Rundschreiben in Umlauf bringen wollte.
Ich hatte mich schon seit längerem darüber geärgert, dass ständig irgendjemand Flugblätter von der CDU, von den Grünen, von der SPD und von wem auch immer verteilt. Um für Äthiopien zu sammeln oder anderen Scheiß von den Leuten wollte.
So dachten wir uns eine Geschichte aus.
Der Karneval stand vor der Tür und so beschlossen wir, da der Karneval im Winter stattfindet, eine Geschichte zu entwickeln, die bei uns als der Mehrener Narrensprung bekannt wurde.
„DER MEHRENER NARRENSPRUNG
 
Wir wünschen allen erkrankten Mehrener Narren beste Genesung.
 
An alle Narren: Aufgrund der miserablen Wetterlage der letzten Jahre bei Karnevalsveranstaltungen, haben wir beschlossen die Karnevalssession um fast 3 Monate zu verlegen.
 
Ab 1989 dauert die Mehrener Fastnachtssession nicht mehr vom 11.11 bis Aschermittwoch, sondern von Ostersonntag bis in die Woche des 1. Mai.
 
Termine:29.04.1989 Samstag20 Uhr Maskenball
30.04.1989Sonntagtraditionelles Fastnachtssuchen
01.05.1989Montag13 Uhr Umzug
04.05.1989DonnerstagWeiberfastnacht
06.05.1989SamstagKinderkarneval
Abends traditionelle Beerdigung
Die Termine für bunte Abende stehen noch nicht fest.
 
Als weitere Gründe für diese Verlegung sollte man den einmaligen Werbeeffekt einer solchen Veranstaltung in Betracht ziehen (ähnlich der Echternacher Springprozession).
 
Gastronomie, Fremdenverkehr und die Veranstaltung selbst, werden durch diese Bundesweit einmalige Zeitverschiebung garantiert belebt.
 
Gegner dieser Zeitverschiebung werden natürlich nicht daran gehindert Anderenorts Karnevalsveranstaltungen zu besuchen.
 
Motto´89 „Es lebe die Diskussion
 
Hochachtungsvoll
Die erfrorenen Wahnsinnigen
 
P.S. Weitere Wahnsinnsideen vorhanden.
 
In diesem Rundschreiben wurde bekannt gegeben, dass man den Karneval doch bitte verlegen wolle. Dann wäre es für alle einfacher Karneval zu feiern ohne krank zu werden.
Es wurden neue Ansätze dargestellt.
In einer Nacht- und Nebelaktion wurden die Flugblätter an sämtliche Haushalte in Schalkenmehren und Mehren verteilt.
Eine riesen Aufruhr entstand.
(Wie sagte die Mutter zu ihrem Sohn am Frühstückstisch? „Ich habe ihn gesehen. Gestern abend. Er trug eine schwarze Mütze und war dunkel gekleidet. Das muss der gewesen sein, der den Narrensprung verteilt hat. Dabei hat sie ihren eigenen Sohn nicht erkannt.)
Der arme Postbote Bernie. Er war der erste Vorsitzende vom Karnevalsverein und musste am nächsten Morgen überall erklären, was denn jetzt geplant ist, wieso man den Karneval verlegen wolle?
Oh weia, was hatten wir da angestellt?
Eine riesen Aufruhr.
Jeder hatte etwas anderes verstanden aus unserem Rundschreiben. Und der Mann von der Post, musste sich um alles andere mehr kümmern als um seine Arbeit und geriet in Erklärungsnöte.
Die Sache wurde mir zu heiß.
Es war an der Zeit alle Sachen verschwinden zu lassen. Ich musste meine Bude räumen. Ich befürchtete jederzeit eine Razzia.
So rief ich dann den Tobi an, damit er mir helfen sollte. Er sollte alles verbrennen, das schwarze Buch, das letzte Gras und sämtliche Beweismittel vom Mehrener Narrensprung.
In großer Hektik packte Tobi alles in eine große Plastiktüte.
Alles sollte verschwinden und sofort verbrannt werden.
Irgendwie bemerkte ich, dass er in einer freudigen Erregung war. Ich konnte mir schon denken wieso.
Soviel Gras.
Was für eine Freude.
Er dachte bestimmt an den tollen Joint, der jetzt fällig wurde. Man konnte es in seinen Augen sehen, dass er jetzt irgendwas machen würde.
So verschwand er mit der riesengroßen Tüte.
Ich hab mir dann meine Gedanken gemacht und fing an zu lachen, nachdem Tobi gegangen war. Ich vermutete, dass er jetzt sofort einen Testrauch machen würde mit meinem Gras, doch das hatte ich ja nur als Falle hingelegt, als eine Art Täuschung. Es war gar kein richtiges Marihuana, es war einfach normales Gras.
Das hatte mir der Hank gemacht.
Es sollte einfach nur da liegen, falls mal eine Hausrazzia wäre und die Leute von der Polizei mal was finden wollten, damit der Bulle sich dann freut.
Über all die Jahre dachte ich immer, dass jeden Moment die Bullen kommen könnten.
Ich war dauernd im Gespräch und rechnete deshalb täglich mit einer Razzia.
Der Tobi ist dann hingegangen und hat sich sofort mit seinen Kumpels getroffen.
Mit dem Heitz und noch ein paar Kumpels ist er dann ins Vogelschutzgebiet gefahren. Alle strahlten, fielen sofort in eine große Freude.
WOW, was für ein Ding. Jetzt kommt der da an und hat eine ganze Tüte voller Gras und Gott weiß was sonst nicht noch alles.
Jetzt werden wir mal ein riesiges Gerät rauchen.
Ich musste lachen.
Ich konnte nicht mehr vor Lachen.
Da hatte ich doch mehrere Leute reingelegt mit meiner Hausputzaktion.
Der ein oder andere hatte einen regelrechten Hals auf mich, wobei ich dafür doch auch nichts konnte.
Ich hatte doch lediglich dem Tobi den Auftrag gegeben, alles zu verbrennen.
Es war 1987/88 als der Scheiß mit der schwarzen Magie und mit der Teufelsbeschwörung anfing.
Die Gruppe, die vorher noch gemütlich zusammengesessen hatte, um ab und zu mal einen zu Rauchen, hatte starke Tendenzen zu Grufties zu werden.
Es wurde von hier aus eine Manipulation gestartet, um dem entgegen zu wirken.
Tobi und ich beschlossen, dem hart entgegen zu gehen.
Wir wollten alle runterholen von diesem ekelhaften Trip.
Es war eine Zeit, in der wir anfingen, Videofilme zu schauen. Dr. Jekyll und Mr. Hyde sowie Müllers Büro, wurden zu Kultfilmen.
Die ganze Szene wurde wiederbelebt.
Hank war ein guter Geschichtenerzähler und Tobi ein Filmbesessener. Es wurden Witze gerissen und diese beiden Filme immer und immer wieder angeschaut.
Kult halt.
Richtige Kultfilme.
WOW, das hatte geklappt.
Tobi und ich hatten öfters abends Gespräche über den Ausstieg, wie stark die Sucht ist, über die Mengen die konsumiert wurden, etc.
Ich wusste zu dieser Zeit von allem und jedem was sie taten, was sie nicht taten und wenn sie was falsch gemacht hatten, was sie für Fehler gemacht hatten.
Es war eine Superclique.
Ich war zwar nicht bei allem dabei, aber ich wusste über alles Bescheid. Ich lag zu Hause in meinem Bett und konnte es doch miterleben.
Ab und zu mal einen Joint.
Solange es dabei blieb, kamen alle sehr gut klar damit. Die Stimmung in der Gruppe war Positiv sollten sie ihren Tag beginnen, Frau Dr. Müller – Lüdenscheid ein Spruch vom SWR 3 Radio.
Oder „Ein Joint am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen.
Niemand wollte etwas mit harten Drogen zutun haben.
Noch nicht!
Das änderte sich, als die Gruppe zu einem neuen Dealer kam.
Er war ein Fixer und  hatte eine Heroinsucht zu finanzieren. Deshalb betrieb er das Geschäft mit Haschisch in und mit unserer kleinen Gruppe.
„Au Weia.
Beschrieb mir der Tobi einen Abend und eine Szene, bei diesem Dealer, in dessen Wohnung.
„Der Max, der hat dem probiert die Spritze zu reinigen. Er konnte es nicht mehr sehen, wie der sich da einen abmurkste.
Da holt der Max dem die Spritze aus der Hand und Rucki Zucki sticht er sich damit in den Arm.
Tobi sagte, er hätte Max gefragt ob er jetzt keine Angst hätte, Aids oder Hepatitis zu bekommen?
Tobi, der alte Hypochonder.
Max antwortete: Nö nö, die Nadel sei ja nicht tief genug drin gewesen. Da könne nix passieren. HA HA HA
Welch eine Ironie.
Die Gefahr war da.
Sie rückte näher und es dauerte nur eine kurze Zeit, bis das der Spruch „eine kleinere Schweinerei kann ja nicht schaden zum Verhängnis wurde.
Die Gruppe kippte weg.
Ein kleiner Teil wurde heroinsüchtig und war verloren. Die anderen fingen an, Extasy zu probieren. Es wurde der erste Pepp gesnifft.
Es war mittlerweile 1994 geworden.
Die Ära von Dr. Jekyll und Mr. Hyde Filmen sowie Müllers Büro schien am Ende. Die Gruppe hatte sich mittlerweile eine Videokamera besorgt und filmte sich selbst bei ihren Aktivitäten.
Das führte dazu, dass sich irgendwann Jeder mal selbst im Fernsehen sehen konnte, wie er breit war, wie er sich benahm und was er interpretierte.
Manche schämten sich, andere widerrum dachten, was für ne coole Sache und verfolgten dieses Hobby bis zum Exzess.
Die Gruppe zerbrach daran, stetig ansteigender Drogenverbrauch und eine Videokamera, die alles zersprengte.
Loveparade war angesagt.
Loveparade, das große Fest.
Alle wollten hin.
Extasy wurde zur Mode – Droge und jeder wollte es versucht haben.
MDMA wird es auch genannt.
Ein Wirkstoff, der ein großes Wir – Gefühl in sich entstehen lässt und zu erhöhten Aktivitäten mobil macht.
Man fühlte sich, als könne man Bäume ausreißen.
Der ganze Körper erlebt einen Rausch, der mehrere Tage dauern kann.
Flashbacks sind an der Tagesordnung. Und wenn sie dann mal wieder auf der Nature One waren und sich 6 – 7 Pillen am Abend eingeschmissen hatten, dann kamen sie zurück, gelb in den Augen, gelb auf der Haut, überall nur gelb.
Fertig, mit allem am Ende.
Es wurde modern, Extasy zu fressen und sich mit Haschisch wieder runter zu rauchen.
Um schlafen zu können, wurde Haschisch geraucht, um runter zu kommen.
Doch das hielt nicht lange an und so fingen Einige an und probierten das mit Schore. Blechrauchen nennt man das.
Man geht hin und holt eine Alufolie, packt etwas Heroin darauf, hält das Feuerzeug darunter. Das Heroin verdampft auf dem Blech und wird mittels eines eingerollten Geldscheins eingesaugt und inhaliert.
Viele in der Szene fingen an zu beobachten, wie oft man wohl einen Geldschein in der Hand hatte, wo ein brauner Streifen drauf war.
Denn das konnte des Öfteren schon mal passieren.
Diesen braunen Strich findet man nicht auf großem Geld, denn Heroinkonsumenten sind arme Leute.
Meistens wurde dafür ein 5er oder ein 10er genommen und wenn man genauer hinguckte und wusste wonach man zu schauen hatte, dann fand man sie auch hier und da schon mal.
Die Geldscheine mit Heroinspuren.
Ja, meine Damen und Herren da draussen, sie haben alle schon mindestens einmal im Leben Heroin in der Hand gehabt.
Zwar wenig, aber es war schon so.
Nun wissen sie es.
Plattnasen!
Man muss euch zuerst einen Spiegel vorhalten, damit ihr seht, wie dumm es ist, euch vor euren Kindern zu verschließen.
Im Kopf, da liegt es.
Da fängt es an und da hört es auch auf.
Wer sich nicht dagegen wehren kann, der stirbt an diesen Süchten.
Es ist eine Frage, der jedes Kind ausgeliefert ist.
Eure Kinder sind alleine.
Ihr lasst sie alleine und so müssen sie selbst damit klarkommen, müssen sich selbst diese Frage stellen und eine gute Antwort darauf finden.
Die Wenigsten konnten wirklich selbst kaum was dafür.
Man müsste hier eingreifen.
Der Staat müsste hier mehr reagieren.
Hier müsste mehr getan werden.
Es kann doch nicht sein, dass jemand aussteigen will und kein Suchtprogramm bekommt.
Keine Ausstiegsprogramme, kein Methadon oder Sonstiges.
Das wird abgelehnt in unserer Gegend hier.
Unsere Gegend ist die Schlimmste von allen.
Das Leben ist hart in den Bergen der Vulkaneifel.
Der Tita ist immer bis nach Bonn gefahren, um dort Methadon zu bekommen.
In NRW, weil es dort Entzugsprogramme gibt.
Jede Woche 3 – 4 mal Bonn hin und zurück.
Das sind 100 Km ein Weg.
Was für Kosten!
Und das nur, weil er aussteigen wollte.
Hier gab´s kein Methadon, keine Ausstiegsprogramme, kein gar nichts.
Holzköpfe mit Plattnasen, das gibt es hier.
Manche mit lockigem Haar.
Ich bekam ein Haftungsproblem und große innere Gewissensbisse.
Konnte man noch Freunde verpfeifen, wenn sie auch Drogenhändler wurden?
Wie weit konnte man gehen?
Ich hatte bis jetzt schon 3 der schlimmsten Dealer aus dem näheren Umfeld meiner Gruppe herausgesondert und mit verräterischen Maßnahmen beim Hauptkommissar in Boverath angeschissen.
Natürlich immer anonym.
Was sonst?
Ich war ja kein Held!
Mein bester Kumpel wurde zum größten Dogenhändler in der Region.
Ach du je, was für eine Scheiße.
Ich habe alles versucht, damit er nicht noch jemanden umlegt.
Es stand immer auf der Kippe. Sagt man zu viel, kommen sie nicht mehr. Sagt man zu wenig, fühlen sie sich nicht genug angestoßen.
Aber das war mir dann auch scheißegal.
Ich hab immer gesagt, was ich gedacht habe und die Kameraden  mussten sich hier auf meinen Richterstühlen schon so manche Stunde und so manchen Satz lang rumquälen.
Hilflos zu zusehen war eine Katastrophe für mich.
Ich musste Abstand zur Gruppe gewinnen.
Ich wollte mich distanzieren.
Ich konnte nichts mehr weiter tun. Man konnte nicht eingreifen.
Es wurde unmöglich.
Man konnte nur da sein und zuhören, mit Ratschlägen, Hilfe und gute Vorschläge zur Seite stehen.
Ich hatte schon mehrere Jahre mein Ding immer ganz für mich alleine gemacht und brauchte niemanden.
Ich kaufte nichts in der Clique und verkaufte nichts.
Ich rauchte mein eigenes Gras und wenn mal jemand was mitbrachte, habe ich mich gefreut und dankend abgelehnt und ihn zu meinem Gras eingeladen.
Das war halt so.
Ansonsten war es mir lieber, sie rauchten von meinem Gras, damit ich nicht von ihrem Scheiß- Dope rauchen musste.
Scheiß Dope.
Das ist was.
Ganz Holland überflutete Deutschland mit Scheiß Dope.
Es wurde Dope geraucht, weil der mit dem Wassergerät oder mit dem Eimer mehr bömmte.
Gras zu rauchen und das auch noch in Tüten war eine absolute Verschwendung in ihren Augen.
Ich konnte mich all die Jahre wie ein Snop fühlen.
Das war mein Ding.
Ein schönen Joint mit den Freunden. Ein schönen Gras sollte drin sein, ein paar lockere Sprüche, viel gelacht und gekichert.
Aber diese Momente wurden immer seltener.
Ich hatte meine Erfahrungen gemacht, mit meinen besten Freunden aus der Clique. Was war geschehen?
Jeder hatte mich schon mal beschissen oder über den Tisch gezogen. Mal um 500 DM, mal um weniger und mal um mehr.
Jedesmal wurde man beschissen oder man hatte mindestens diesen Übervorteilungsgedanken.
Ich kann das bis heute nicht verstehen.
Schon frühzeitig hab ich mich aus dem Grunde von der Gruppe isoliert und mein eigenes Ding gemacht.
Meine Grundsätze gerieten ins wanken.
Ich musste neue Grundsätze finden, um meine Freunde zu behalten, denn Freunde bescheissen sich eigentlich nicht.
Ich hab denen das auch alles erzählt.
Ich hab denen einen vorgeheult und schön auf die Tränendrüsen gedrückt und gefragt: Warum machst du das mit einem Freund?
Nur mal so, weil es rüberkommen musste.
Wie hatte ich immer über all die Jahre gesagt: „Nenn mich nicht deinen Freund, denn du weiß nicht was das ist!
Ich fasste einen neuen Grundsatz für mein Leben.
Drogengeschäfte sind Scheißgeschäfte und über Scheißgeschäfte wollte ich mich nie mehr in meinem Leben ärgern.
Das versuche ich bis heute zu vermeiden.
Ich mache keine Scheiß Drogengeschäfte. Das ich das Letzte, was ich mach.
Ich habe bis heute nur einen einzigen Menschen in meinem ganzen Leben in der kompletten Drogenszene getroffen, der mich noch nie beschissen hat.
Er ist einer meiner besten Freunde und er hat auch das beste Gras der Welt.
Es geht nicht um den Bömmer. Es geht um den Smell.
Joint  das bedeutete früher, mehr als nur eine Tüte zu rauchen oder Drogen zu konsumieren, es war ein Lebensgefühl.
Es war ein Wir.
Ich weiß nicht genau wer es zerstört hat. Ich glaube das wart ihr.
 
Die große Party – Sturmfrei bei Michel
 
Sie endete damit, dass ich die ganze Nacht wach bleiben konnte um auf Diether aufzupassen. Er war die Partyleiche und hing in meinem Liftergurt. Halb sitzend, halb hängend, hinten rechts in der Ecke, unter der großen Neonlampe saß er in einem Richterstuhl.
Die Lampe musste brennen bleiben, damit er, wenn er zu sich kommen würde, nicht die Orientierung verliert.
Hank und Tita waren mit dem dicken Abt und ein paar Mädels in der Ferienwohnung verschwunden. Besser sie schliefen hier, als mitten in der Nacht noch einen abzuheizen.
Heizen!
Das war angesagt.
Die Jungs hatten einen Opelclub gegründet und frisierten ihre Kisten, um auf dem Nürburgring Bestzeiten zu fahren.
Diether hatte auf der Party sein Coming – Out.
Auf dem Küchentisch wurde die Tüte gebaut und Diether wollte soviel rauchen, wie niemand anders.
Er klopfte Sprüche, dass er heute Abend alle Platt rauchen wollte. Er war der Meinung, das müsse so sein wie beim Saufen.
Er zötterte in der Küche, er zötterte bei der Clique die im Wohnzimmer saß oder bei denen wo die Partymusik lief.
Irgendwann platzte Hank der Kragen und er meinte: „Du bist doch ein völlig blöder Hund! Beim Rauchen geht’s doch nicht darum möglichst viel zu rauchen. Der, der am wenigsten braucht ist doch der König. Diether halts Maul und sauf ein Bier!
So wird man dann zur Partyleiche.
Es war eine tolle Party. Draußen im Kieshof wurde ein großes Feuer gemacht und haufenweise Steaks auf dem Schwenkgrill gebraten. Es waren Leute da die gingen und kamen auch wieder zurück.
Die Party dauerte vom frühen Nachmittag bis zum Morgengrauen (From Dusk till Dawn).
Irgendwann nach zwölf, kann auch nach ein Uhr gewesen sein, verringerte sich die Party auf einen harten Kern. Es waren nur noch Leute da, die ich persönlich kannte.
Hank hatte die Party geschmissen. Er sorgte dafür, dass das Wohnzimmer noch am selben Abend blitze blank war.
Noch bevor unsere Partyleiche in der Ecke deponiert war, war alles wieder Tip Top sauber. Einzig gespült werden musste noch und das war ein riesiger Berg.
Wir setzten uns zusammen und wollten noch etwas chillen.
Abhängen.
Lustig sein.
Diether war ja gesichert. Dann fing der Spaß erst richtig an. Die Mädels wurden ausgequetscht und es entstand ein Spiel zwischen Männlein und Weiblein, bei dem die unterschiedliche Wirkungsweise von Dope diskutiert wurde.
„Wie wirkt Alkohol bei Dir? „Warum rauchst du? usw.
Die Mädels bestanden darauf, jederzeit aufhören zu können, denn das müssten sie ja auch, weil sie ja noch Kinder kriegen wollten. Hin und her!. Es wurde geflirtet und angebaggert. Auf einmal kippte die Runde ab.
Irgendeiner hatte von der israelischen Fernsehshow erzählt, in der irgendwelchen Frauen im Park oder auf der Straße Geld angeboten wurde wenn sie sich ausziehen würden.
Die Frauen bekamen vor der versteckten Kamera Geld angeboten. Manch eine ging sogar darauf ein. Je höher die Summe desto nackter saßen sie dann auf der Parkbank.
Ich weiß jetzt nicht mehr genau wie es dazu kam, aber ich glaube der Höhepunkt der Party war, als mir dann der Hank einen BH über den Kopf stülpte.
Wir hatten die Mädels dazu gebracht, auf die Toilette zu gehen und ihre BHs auszuziehen.
Das war ein Lacher! Das war ein Kracher!
Lieg ich da im Bett und krieg den Scheiß-BH nicht mehr von meinem Kopf.
Für 50 DM hatten wir zwei BHs gekauft.
Nur so zum Spaß.
Es war komisch. Es wurde schallend gelacht.
Das Tollste an der ganzen Party war jedoch, dass niemand einen Schaden davon getragen hatte. Denn das hätte ja auch noch passieren können.
Am anderen Morgen um 7:00 Uhr standen die Jungs dann wieder auf der Matte.
Tita wollte an dem Morgen unbedingt der Erste sein, der eine Runde über den Nürburgring brennt.
Nach einer Tasse Kaffee, so gegen halb acht, sprangen er und der Abt in seinen B-