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Wirtschaftsprüfung
 
Wenn wir die Klimakatastrophe stoppen wollen, dann bleibt uns nur der Weg eine neue Generation Atomkraftwerke zu bauen. Alles andere ist Lüge. Können wir uns unseren Wohlstand weiterhin leisten, wenn wir auf Atomkraft verzichten?
 
Ist Klimaschutz ohne Atomenergie überhaupt möglich?
 

 
Im Bezug auf zukünftige Mobilitätserhaltung gibt es von jedem Experten unterschiedliche Prognosen. Wasserstoffantrieb im Auto wird sich nicht durchsetzen. Auch Brennstoffzellenmotoren sind unsinnig. Meiner Meinung nach gehört die Zukunft der Mobilität dem Elektroauto. Schon heute gibt es Versuche mit Gelbatterien, wo zum "Betanken" innerhalb kürzester Zeit der Energieträger Gel ausgetauscht wird. Lange Ladevorgänge werden so vermieden und direkt verfügbare Mobilität erreicht. Es wird lange dauern, um vom röhrenden Platzhirsch mit Breitreifen bis zum eierlosen Elektroauto zu kommen. Aber Mobilität geht nicht nach dem größten Pimmel, sondern wer am längsten fährt. Auch hier sollte die Autoindustrie aufgefordert werden, ein umdenken einzuleiten. Schon Lee Iacocca (amerikanischer Automobilmanager) sagte: "Ich könnte für 100.000 $ ein konkurrenzfähiges Elektroauto herstellen, doch niemand würde es kaufen. Ist es noch moralisch, 6,9l Motoren in PKW ´s einzubauen? 500 oder gar 1000 PS in einem Auto sind eher ein Kunstwerk bzw. ein Mordinstrument oder eine ideologische Verirrung. Wenn der heutige Maßstab aller Autos über 100.000 $ Elektroautos wären, dann würde ein großer Grundstein für ein Umdenken gelegt. Aber es hat ja keine Eier dafür.
 

 
Die Energieform der Zukunft muss bezahlbar sein. Sie sollte nicht wie unter Rot - Grün die Melkkuh der Nation werden. Es wird ein Aufschwung im Konsumverhalten der Bürger erhofft und gleichzeitig durch überhöhte Energiekosten die Kaufkraft entzogen, um die Schieflage der Sozialsysteme aufzufangen. Hier müsste ein sofortiges Umdenken stattfinden und Gelder in Straßeninfrastruktur investiert werden.
 
Nicht nur das über das letzte Jahrzehnt hinaus das Sparen zu katastrophalen Straßenverhältnissen geführt hat, sind unsere Straßen so kaputt, dass hier ein Milliardenprogramm unbedingt nötig ist. Das würde Arbeitsplätze bringen, die Risiken im Straßenverkehr verringern und somit die Kosten der Krankenkassen erheblich reduzieren. (Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, etc.) Es sollte eine erwünschte Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h auf Autobahnen festgelegt werden, auch aus versicherungstechnischen Gründen.
 

 
Wenn die Politik von Innovationsstau spricht, müsste sie zuerst ans Thema Patentrecht denken. Denn durch die jetzigen Patentrechte werden Innovationen weggeschlossen und verhindert. Es sollte nur geschützt werden können, was auch der freien Marktwirtschaft zur Verfügung steht, um zu verhindern, dass Monopolstellungen missbraucht werden. So besitzt ein Schweizer Chemiegigant die Rechte an einem Patent, dass mit einem Gleichstrom - Elektrobad für Saatgut und Fischzucht, deren eigene Existenz absolut in Frage stellt. Dieses Patent wurde in einer Schweizer Fernsehsendung von Kurt Felix vorgestellt. Die Erfolge des Gleichstrom - Elektrobades wurden auf die Animierung der Urgene zurückgeführt, wo vorher aus einer Maisstaude ein Maiskolben gewachsen ist, wuchsen hier bis zu fünf daraus. Gleichaltrige Fische waren um ein drittel größer, stärker und deren Farben intensiver. Nach diesem öffentlichem Beitrag im Schweizer Fernsehen wurde die Sendung sofort eingestellt. Die Forschungsabteilung wurde aufgelöst und die Forscher in andere Aufgabengebiete verteilt. Das Patent wurde sicher in die Schublade gelegt. Es würde die eigene Existenz gefährden. Getreide - , Mais - und Fischzucht benötigen weiterhin große Mengen Chemie. Es wurde ein kompletter Forschungszweig, der ohne wirkliche Genmanipulation arbeitet, auf diese Art und Weise verhindert. Dies ist nur ein Beispiel von vielen. Hier ist absoluter Handlungsbedarf angesagt.
 

BULLSHIT
 
Was ist nur aus uns geworden? Was ist nur aus Amerika geworden? Es ist Zeit, Stellung zu beziehen und mit klaren Worten einem Freund die Meinung zu sagen. Es kann doch nicht sein, dass man mit Lügen und Betrug in Kriege zieht. Das man mit Folter und Verschleppung unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung Menschen in KZs verschleppt, ohne Anklage, ohne Richter, ohne Verteidiger à die Grundlagen von demokratischer Freiheit. Was will Amerika der Welt für ein Heil bringen, wenn sie voller Menschenverachtung in der Welt wüten? CIA à ist das eine Terrororganisation? Wird hier Terror bekämpft oder ausgeübt? Guantanamo Bay ist zum Synonym für KZs geworden. Ich wünsche der Welt mehr Einigkeit und Recht und Freiheit (das was zu DM - Zeiten auf unserem Geld stand). In den 80er Jahren gab es einmal den Begriff der Multikultigesellschaft. Die sind wir. Die ganze Welt besteht aus einer Multikulturellengesellschaft, deren unterschiedlichen Ansprüche genüge getan werden müsste. Um das zu gewährleisten, ist die Welt in Staaten aufgeteilt. Was bedeutet, dass jeder Bürger in seinem eigenen Staat für die politische Mitgestaltung mit verantwortlich ist. Hier kann ein jeder einwirken auf die Zukunftsgestaltung.
 
Das größte Beispiel hierfür, was ich kenne, ist Nelson Mandela. Er ist nicht in die Emigration gegangen. Er hat nirgendwo einen Asylantrag gestellt. Selbst als man ihn abschieben wollte, blieb er lieber im Gefängnis. Er wollte die Welt verändern und hat dafür mehrere Jahrzehnte im Gefängnis gesessen. Er hat die Welt verändert und man müsste ihn fragen ob es das wert war. Ich glaube, ich weiß seine Antwort.
 
Ist Asyl nicht auch Flucht vor der Verantwortung?
 
(Da die Mehrzahl der Asylanten eigentlich Wirtschaftsflüchtlinge sind, muss unbedingt darüber nachgedacht werden, ob wir diesen Menschen nicht eher einen korrekten, direkten Zugang zu Arbeitsverhältnissen in unserem Land zugestehen sollte. Denn solange ein Asylverfahren läuft, lebt der Ausländer von Sozialhilfe.)Wenn wir eine weitere Aushöhlung unserer Sozialsysteme stoppen wollen, sollten wir diese ausländischen Mitbürger zu eigenen privaten Gesundheits - und Altersvorsorge sowie Invalidität verpflichten, sodass ein späterer Sozialhilfeanspruch ausgeschlossen werden kann und ihnen die Möglichkeit gegeben ist, jederzeit in ihr Heimatland zurückzukehren.
 

Möchten Sie Organspender sein?
 
Die Frage sollte sich jeder stellen, denn ein jeder von uns wird alt & gebrechlich oder könnte durch einen Unfall auf Organspender angewiesen sein. Meiner Meinung nach müsste ein jeder die Frage gestellt bekommen, sobald er einen Personalausweis beantragt. Und da man spätestens alle 10 Jahre einen neuen Personalausweis braucht, könnte man sich jedes Mal neu entscheiden, ob man Organspender sein will. Auf dem Personalausweis könnte eine verschlüsselte Nummer für Ja oder Nein eingetragen sein, sodass eine Rechtskräftigkeit mit allen Rechen und Pflichten bestehen würde. Man könnte diese Frage auch alternativ bei dem Erwerb eines Führerscheins stellen und dann im Führerschein dokumentieren.
 
Ein Führerschein ab 16 Jahren für PKW mit Begleitperson müsste möglich gemacht werden. Des weiteren, wer einen Führerschein auf Probe hat, müsste zu einem min. 2 tätigen Fahrsicherheitstraining (ähnlich wie die Nürburgring GmbH es anbietet) verpflichtet werden, um Grenzbereichsehrfahrungen in eigenem PKW zu machen. Führerscheinbesitzer mit mehr als 10 Punkten müssen zu 1 Tag Sozialdienst in Unfallstationen oder Behindertenheime verpflichtet werden.
 

 
Es fällt mir äußerst schwer, zwischen der Realität, dem Zustand wie sich heute unsere Welt darstellt und der Utopie, dem Zustand, in den sich unsere Welt eventuell entwickelt, eine klare Trennungslinie zu ziehen. Das liegt an der Sache der Dinge. Die Zukunft wird immer eine Weiterentwicklung des "Jetzt" sein. Also kann ich nicht über Zukunft reden, ohne die Wurzeln im "Jetzt" zu haben.
 

 
So komme ich zu dem, was alle angeht und wovon Niemand etwas wissen will.
 
Dem Thema Politik!
 
Ich glaube sogar ausgemacht zu haben, warum die Politik so verachtet wird. Es liegt wohl daran, dass der politische Mensch sich immer zuerst hinstellt eine ganz bestimmte Richtung anpeilt, die er dann auch mit aller Inbrunst verteidigt, um sich dann im Laufe der Zeit langsam um sich selbst zu drehen. Es fehlen anscheinend die großen politischen Ziele. Aber da mir schon mindestens 10 Ziele einfallen, liegt es eher an der Tatsache, dass niemand die großen Ziele anpacken will.
 
Der Wähler, der heutigen Zeit, wird erst gar nicht vor die Wahl gestellt, statt dessen wird er eingelullt und mit der Frage: "Ein bisschen mehr links oder rechts?" konfrontiert. Was zur überall bekannten Politikverdrossenheit führt.
 
Vielleicht, ist es aber auch einfach nicht mehr zeitgemäß, den Wähler mit einem Wahlpaket zu konfrontieren. Vielleicht sieht der Wahlzettel der Zukunft dann so aus.
 
+ Sind Sie dafür, dass Deutschland ™ ja
 
oder
 
neutral wird? ™ nein
 

 
+ Sind Sie für die Einführung š ja
 
oder
 
des Euro? š nein
 

 
Für mich persönlich ist es jetzt wichtig, auf den Sinn und Zweck dieses Buches einzugehen. Dieses Buch dient einzig und alleine dem Zweck des Gedanken aufheizen, deshalb wird dieses Buch auch nicht unbedingt Leser - freundlich sein.
 
Ich kann schon jetzt davon ausgehen, dass es dem einen zu primitiv vorkommen wird, dem nächsten zu utopisch oder zu unrealistisch. Oder das viele erst gar nicht bis zu diesem Punkt vorstoßen werden, weil es eigentlich ein politisches Buch sein sollte; und hierfür bei der breiten Masse bestimmt kein Nährboden zu finden ist.
 
Natürlich möchte ich auch Geld verdienen, aber eigentlich ist mir das auch scheißegal!
 

 
Aber jetzt wieder weg von mir, hin zum Gedanken heizen.
 

 
Staat, was ist das eigentlich?
 

 
Ein Staat ist die höchst organisierte Ordnungseinheit menschlichen Zusammenwirkens. Deren Eigenart darin besteht, dass er das Monopol der legitimen, physischen Gewaltanwendung besitzt.
 
In einem allgemeinen Sinn besteht eine staatliche Grundordnung überall dort, wo eine politische Ordnung mit der Möglichkeit der Zwangsanwendung ein Mindestmaß von Ordnung des Zusammenlebens garantiert. Da die ganze Erde heute in Staaten aufgeteilt ist, gilt diese Voraussetzung, als überall erfüllt.
 
Das was die Staaten untereinander unterscheidet, ist die Struktur, der Aufbau des Rechts. Im Falle der BRD besteht eine föderale Grundordnung. Von der Gemeinde (Bürgermeister) über den Kreis (Landrat) zur Landesregierung, die wiederum zusammen im Bund zusammengeschlossen sind.
 
Im Gegensatz dazu, ist das System in Frankreich bestehend aus den Departements und der zentralen Hauptstadt, ein Einheitsstaat. Alle staatlichen Kräfte sind in Frankreich zentralisiert und werden von einem Ort aus gelenkt.
 
Verbindet man nun die hier erwähnten Systeme, so bekommt man einen föderalen Einheitsstaat.
 
Im föderalen Einheitsstaat ist es nötig zu unterscheiden zwischen dem Fluss des Kapitals und dem Aufbau der Macht.
 
Abgrenzung.
 
Dank unserer guten Verfassungsrichter können wir immer und zu jeder Zeit aus den Maastricht- Verträgen zurücktreten.
 
Der offene Grenzverkehr verhindert schon seit Jahren eine Stabilisierung der inneren Sicherheit. Die Frage lautet: "Wollen wir mehr Sicherheit? oder mehr Grenzverkehr?", der, so unkontrolliert wie er heute stattfindet, den Begriff innere Sicherheit ausschließt.
 
Sollte die größte Errungenschaft des zukünftigen Europas, der Euro, jemals Wirklichkeit werden, dann hätten sich alle Bemühungen um ein geeintes Europa schon gelohnt.
 
Die weitere Einheitsfindung der Menschen im zukünftigen Europa würde lediglich Zeit gebrauchen und nicht unbedingt Vorschriften und Verordnungen.
 
Die kulturelle Annäherung ist ja sowieso jedem Individuum offen.
 
Im langen Nachsinnen über das Thema Staat in Verbindung mit anderen Staaten, bin ich zu der philosophischen Erkenntnis gelangt, dass es auch hier so etwas wie Naturgesetze gibt. Naturgesetze, die ineinander greifen wie die Zahnräder Das Kapital fließt von der Zentrale (Berlin) direkt zum Endverbraucher.
 
Die Macht fließt von der Gemeinde, im föderalen Sinne, über den Kreis zur Landes-, und von der Landes- zur Bundespolitik.
 
Die kleinste Machtstruktur finden wir deshalb im Gemeinderat und dessen 1. Vorsitzende, dem Bürgermeister. Die größte Machtstruktur finden wir um Bundestag und dem Bundeskanzler.
 
Staat, was ist das eigentlich?
 

 
Seit dem Zusammenbruch des sozialistischen Staatssystems scheint der Kapitalismus den Gedanken des Sozialen auszuschließen. Der Gedanke des Sozialstaates wird des weiteren durch das Einheitsstreben Richtung Europa zerstört. Vor dem Sozialstaat steht der Gedanke an die Solidargemeinschaft, die wiederum eine Abgrenzung zu anderen Staaten beinhaltet. Zum Schutze der Solidargemeinschaft bedarf es einer in einer Uhr. Um zu verdeutlichen worum es hier geht, werde ich mich dem Begriff "der Grenze" bedienen.
 
Warum gibt es eine Grenze?
 
Ist sie nicht eigentlich da, um das, was auf der einen Seite ist, vor dem, was auf der anderen Seite ist zu schützen?
 
Und wenn ich jetzt diese Grenze entfernen will, muss dann nicht zuerst ein Gleichstand zwischen Hüben und Drüben erreicht werden?
 
Wir machen das in bezug auf Europa allerdings anders. Wir entfernen zuerst die Grenzen mit samt ihren Kontrollfunktionen, um dann hinterher einen möglichst großen Gleichstand zu erzielen.
 
Irgendwie kommt mir das vor, als würde man das Pferd von hinten aufzäumen.
 
Weil die Folgen der Grenzauflösungen eine Schwächung der Solidargemeinschaften untereinander mit sich bringt (die kriminelle Energie kann sich so grenzenlos potenzieren).
 
Scheinbar ist auch in dieser Frage dem Wähler nicht das Richtige angeboten worden.
 

 
Europa? š ja oder š nein
 

 
Grenzenlos? š ja oder  nein
 

 
Und dann möchte ich hier noch ein Paar Worte für den größten Politiker seit Julius Cäsar finden:
 

Offener Brief an Herrn Dr. Kohl
 

Ich habe zwar 10 Jahre gebraucht, um zu verstehen, warum der Euro kommen muss, aber am Rest der deutschen Europapolitik kann ich gar keinen richtigen Gefallen finden. Es ist mir zwar heute jederzeit möglich nach Holland zu fahren und mir dort meine 3 -Monatsration an Marihuana zu kaufen, aber ansonsten halte ich nicht viel von ihrem Europa. Bei einer Umgestaltung der heutigen Bundeswehr in eine neutrale Truppe, könnten die Beamten, die dann nicht mehr gebraucht würden, dem Bundesgrenzschutz zugeteilt werden. Die Personen- und Fahrzeugkontrollen, sowie die Handels- und Transitkontrollen könnten wieder installiert werden. Der Einfuhrzoll der Zukunft soll als ökologische und ökonomische Kontrollfunktion dienen. Besonders empfehlenswert zur Umschichtung vom Verkehr, halte ich die Vignette. Durch die Vignette müsste sich jeder ausländische Verkehrsteilnehmer an den Kosten des Verkehrs beteiligen. (Grenzkontrollen, Polizei, Rettungsdienste)
 
Aber wozu schreibe ich Ihnen das überhaupt, wo doch abzusehen ist, dass Sie bei der nächsten Wahl abgewählt werden und dann muss die Frage: "Wie steht Deutschland zu Europa?" neu beantwortet werden.
 
Hoffentlich nicht zu unserer aller Nachteil
 

 
Orientierung
 

 
Sag nicht:
 
"Ich bin bloß eine machtlose Eins",
 
oder:
 
"Wenn ich allein mein Vermögen verteile und dienen gehe, so kann ich damit doch nichts verbessern."
 
Im Gegenteil, wenn es nur einige wenige solcher gibt wie ihr, so ist die Sache schon durchgeführt.
 
Und im Grunde ist es nicht einmal unbedingt nötig,
 
sein Gut zu verteilen (...)
 
Notwendig und wichtig ist bloß deine Entschlossenheit,
 
alles zu tun um der tätigen Liebe willen,
 
alles,
 
was dir möglich ist,
 
was du selbst aufrichtig in deiner Kraft stehend anerkennst (...)
 
Vor allen Dingen aber schreckt euch nicht selbst,
 
sagt nicht:
 
"Einer ist keiner" und ähnliches.
 
Jeder einzelne,
 
der aufrichtig die Wahrheit sucht,
 
der ist schon furchtbar viel.
 
Ahmt auch nicht jene Phrasenmacher nach,
 
die da ununterbrochen sagen,
 
damit man sie höre:
 
"Man lässt mich nichts machen, bindet mir die Hände, pflanzt mir in die Seele Enttäuschung und Verzweiflung!" u.s.w. (...)
 
Wer Nutzen bringen will,
 
der kann auch mit buchstäblich gebundenen Händen unendlich viel tun.
 
Ein echter Tatmensch sieht,
 
wenn er auf den Weg tritt,
 
sofort so viel Arbeit vor sich,
 
dass er nicht anfangen wird,
 
zu klagen,
 
sondern er wird sofort irgend etwas finden und wird das,
 
was er sich vornimmt,
 
dann selbst mit gebundenen Händen fertig zu stellen verstehen.
 

 
Fjodor M. Dostojewski, Tagebuch
 

 
Diese Geschichte ist frei erfunden, beruht jedoch auf wahren Begebenheiten.
 

 
Volle Kanne Joschi
 

 
" Joschi, aufstehen es ist schon 10 nach 6 Uhr, beeile dich, sonst schaffst du es heute nicht pünktlich zu sein!"
 
Joschi ist 15 Jahre und hat vor einigen Monaten eine Lehre als Betriebselektriker bei einem der vielen ortsansässigen Getränkehersteller der Region begonnen.
 
Er hasst es so geweckt zu werden, ein paar Minuten noch denkt er, und stellt sich vor, wie er gerne aus seinem Schlaf geholt würde: zärtlich gestrei­chelt, mit flüsternden Worten: "Komm frühstücken mein Lieber, gleich darfst du fahren." Genau das ist es, was ihn endlich aus den Federn kommen lässt; das Auto fahren.
 
Mit seinen noch grünen 15 Jahren, darf er selbst das Fahrzeug steuern, er ist der Fahrer!
 
Sicher, bis zu seinem 16. Geburtstag muss jetzt immer ein Führerscheinbesitzer als Beifahrer dabei sein. Trotzdem fühlt sich der junge Mann schon richtig erwachsen, verantwortungsvoll hinter dem Lenkrad.
 
"Wenn ich erst 16 bin, ist es mir auch erlaubt, die 7 km bis zur Arbeitsstelle alleine zu fahren," denkt er sich, "dann können Ali und ich mal alleine fahren, schade, dass das Auto die 80 km/h Grenze dann nicht überschreiten darf."
 
Ali ist Joschi´s Freund, die Beiden sind gleich alt. Ali ist Kurde und leidet sehr darunter, dass das Leben in seinem Land im Moment so gefährlich ist.
 
Hier, in Deutschland geht es ihm gut: Er hat eine Arbeit als Knecht, bei einem Landwirt mit 80 Milchkühen, verdient ein bisschen Geld.
 
Auf dem Bauernhof hat er ein Zimmer für sich alleine, und die Familie hat den jungen Ausländer nicht nur als Mitglied des Betriebs aufgenommen.
 
Am Frühstückstisch sitzt schon Joschi´s Vater, der Bürgermeister in dem kleinen Ort ist: "Guten Morgen mein Sohn, schön, dass du es doch noch geschafft hast aufzustehen. Heute bin ich dein Beifahrer. Ich muss in die Kreisstadt, um die Papiere für die anstehenden Kommunalwahlen fertig zu machen. Bis du Feierabend hast, bin ich sicher auch fertig mit allem, so das du mich wieder nach Hause fahren kannst."
 
Im Dorf genießt Joschi´s Vater als Bürgermeister eine angesehene Stellung. Der Bürgermeister ist nach seiner Wahl dazu angehalten unparteiisch zu sein, damit er im Sinne des Volkes entscheidet.
 
Denn er ist vor allem der Verwalter der Gemeindekasse.
 
Im ganzen Staat gibt es 90 Millionen Einwohner. Jeder Bürgermeister erhält jährlich 1000.- DM pro Einwohner in seiner Gemeinde. So wie jedes Bundesland auch 1.000.- DM pro Einwohner erhält, um den Hoheitsaufgaben der Länder nachzukommen. (Ausrüstung der Schutzpolizei, Unterstützung von Hochschulen und Universitäten, Regionaler Straßenbau usw.)
 
(Anmerkung der Redaktion: Der 5 Säulen Staat eignet sich auch hervorragend für Vielvölkerstaaten, oder Staaten mit verschiedenen Glaubensbekenntnissen, wobei dann die Rolle der Bundesländer durch jene ersetzt wird.)
 
Die kleinste Machtstruktur im Land ist die Gemeinde!
 
Sie ist die kleinste Einheit, quasi die Keimzelle von dem demokratischen Fundament des neuen Staatswesens.
 
Jede Gemeinde ist gleich wichtig.
 
Jede Gemeinde ist selbständig für ihren Straßenbau, ihre Wasser- und Abwasserversorgung und für die Umsetzung der Umwelt- und Verkehrsvorschriften verantwortlich.
 
Dadurch, dass sie eigenständig verantwortlich sind, wurde jede Gemeinde zu einer GmbH.
 
Der Bürgermeister stellt je nach Größe der Gemeinde und nach Bedarf z.B. eine Sekretärin, Gemeindearbeiter oder Zivildienstleistende ein.
 
Die Küchentür fliegt auf und ein fröhlich lachender Ali steht in der Tür: "Hey, wie geht´s wie steht´s?" - und ohne eine Antwort von dem überraschten Joschi abzuwarten, "Ich weiß, du hast keine Zeit, musst zur Arbeit, ich hab schon eine Schicht hinter mir, komme gerade vom melken," stolz zeigt der Kurde auf den lauten Traktor, den man durch die geschlossene Haustür gar nicht sehen kann.
 
Es ist noch gar nicht so lange her, dass Ali alleine mit dem Traktor fahren darf. Sein Chef weiß wie zuverlässig, besonnen und verantwortungsbewusst der Junge mit dem Führerschein für Landwirtschaftsmaschinen umgeht und hat ihm daher eine Sondergenehmigung bei der Kreisverwaltung erwirkt damit er die meist arbeitsbedingten Fahrten hier am Ort bzw. auf den Feldwegen rundherum alleine erledigen kann.
 
Der Bürgermeister nickt kurz zu dem frühen Gast und zu Joschi gewandt: "Wir müssen gleich fahren."
 
Er hat noch einiges zu tun, denn in drei Monaten sind schon die Kommunalwahlen.
 
Zu diesem Zeitpunkt sind die beiden Jungs schon 16 Jahre alt und somit dann wahlberechtigt. Auch Ali hat, obwohl Ausländer, wie alle ausländischen Mitbewohner, Kommunalwahlrecht.
 
Mit 16 Jahren könnten sich Joschi, sowie auch Ali, auch in den Gemeinderat wählen lassen.
 
Die Freunde verabreden sich für den Abend am See, an "ihrem" Platz. Dann müssen alle los.
 
Hier auf dem Land ist es unvorstellbar ohne Auto zu leben. Schon jetzt träumt Joschi von seinem eigenen Fahrzeug, nicht nur um damit zur Arbeitsstelle zu fahren, sondern um auch in seiner Freizeit freier und unabhängiger zu sein.
 
Mobilität ist gar nicht so einfach: jeder möchte die höchst mögliche Mobilität, bei geringst möglicher Umweltbelastung.
 
Ein Mindestmaß an Mobilität muss für jedermann/ -frau gewährleistet sein, da sich der Wohlstand darauf begründet.
 
Also, Mobilität herunter schrauben um die Umweltbelastung zu verringern, gleichzeitig soviel erhalten, das der Wohlstand gewährleistet ist.
 
"Endlich Abend, Feierabend," denkt Ali, " auf zum See, Joschi wartet bestimmt schon."
 
Tatsächlich. Joschi hat schon seine Angelrute in den See geworfen als der Kurde an der verabredeten Stelle eintrifft.
 
Ali ist erschöpft aber glücklich mit seinem Freund hier sitzen zu können, und freut sich über die Größe der Fische: "Es lohnt sich endlich wieder angeln zu gehen. Die Wasserqualität hat sich doch enorm verbessert."
 
"Klar", antwortet der Bürgermeistersohn, "das liegt aber vor allem daran, das die neuen Abwassergesetze so gut greifen."
 
Es ist nämlich verboten, nicht biologisch abbaubare Stoffe ins Wasser zu leiten. Das bedeutet, dass alle Wasch- und Spülmittel, auch alle Badezusätze so wie Duschseifen voll biologisch abbaubar sein müssen.
 
Auch für Joschi´s Vater hat dies Vorteile. Dadurch, dass die Abwasser nicht mehr so belastet sind, konnte die Gemeinde beim Bau der neuen Kläranlage eine Menge Geld sparen.
 
Joschi erinnert sich genau an die 5 Umweltpunkte und wie sie eingeführt wurden. Er zählt sie dem Kurden noch einmal auf:
 
"Der grüne Punkt bedeutet, aus biologischem Anbau!
 
Der gelbe Punkt bedeutet, recyclebarer Restmüll!
 
Der rote Punkt bedeutet, Genmanipuliert!
 
Der leere Punkt bedeutet, frei von Gentechnik!
 
Der blaue Punkt bedeutet, biologisch abbaubar! Und zuletzt
 
Der schwarze Punkt, bedeutet Sondermüll!
 
Heute hat alles, was ins Abwasser geleitet wird, den blauen Punkt. Alles andere ist verboten."
 
Der Knecht Ali lauscht wissbegierig den Ausführungen seines langjährigen Freundes. Auf dem Bauernhof ist fast nie Zeit für politische Gespräche, aber Joschi ist immer gut informiert. Nicht zuletzt auch durch die Stellung seines Vaters.
 
Etwa ein halbes Jahr nach seiner Abschlussprüfung als Betriebselektriker, muss Joschi zum Betriebsleiter. Für den Jungen ist völlig unklar warum. Sein Zeugnis war gut, seiner Meinung nach sogar sehr gut. Damals ist er doch sogar gelobt worden, wie fleißig er ist. Er gibt sich auch große Mühe alles immer korrekt und termingerecht zu bearbeiten.
 
Fieberhaft überlegt der junge Mann auf dem Weg zum Büro des Betriebsleiters welch ein Fehler ihm unterlaufen sein könnte, oder was es sonst für einen Grund geben könnte, dass er zu dieser Unterredung aufgefordert wurde.
 
Arbeitslos hämmert es in seinem Kopf, als er den Flur in entgegengesetzte Richtung zurückgeht, fast läuft. Er hat das Gefühl gar nicht zu begreifen, was er gerade gehört hat. Die Gründe, warum er jetzt nach Hause gehen kann, hat er schon wieder vergessen. Er weiß nur noch, das der Betriebsleiter Joschi in seiner Arbeit immer wieder gelobt hat. Hervorgehoben hat er auch, wie leid es ihm tut, einen so guten Mitarbeiter zu entlassen.
 
Aber der Betriebsleiter hat auch gesagt: "Wenn der Apfel reif ist, muss er den Baum verlassen."
 
Eine Leere macht sich in seinem Bauch breit.
 
Was nun? Was soll ich jetzt tun?
 
So sehr liebt er seine Arbeit, dass er sich im Moment gar nicht vorstellen kann, was er jetzt mit seiner Zeit anfangen soll.
 
Mir bleibt nur noch der Weg zum sozialen Amt, dann kann ich mit einer monatlichen Unterstützung von 600.-- DM rechnen, denkt er traurig auf dem Nachhauseweg.
 
Warum soll ich nicht gleich dahin gehen? Sofort lenkt er seinen Weg zum sozialen Amt, das Biamten -Team kennt er schon seit er seinen Führerschein gemacht hat.
 
Das soziale Amt ist die Schaltstelle zwischen Volk und Staat. Dort stehen auch neue Computer, an denen man die Möglichkeit hat, an der elektronischen Arbeitsvermittlung teilzunehmen, sich Informationen zu holen und sich auch als Arbeitsuchender einzutragen.
 
Soziales Amt ist für jeden Menschen neu definiert, keiner hat mehr Angst davor, jeder muss irgendwann in seinem Leben dorthin, keiner braucht mehr Scheu davor zu haben.
 
Statt Arbeitslosengeld/ Arbeitslosenhilfe/ Wohngeld/ Kleidergeld etc. gibt es jetzt einen bundesweit einheitlichen Sozialhilfesatz.
 
Ob man Kindergeld braucht, arbeitslos wird, Probleme aller Art kann man mit dem Biamten besprechen.
 
Die Biamten arbeiten für die Menschen.
 
Beim Abendessen erst erzählt Joschi seinen Eltern von seinen Zukunftsaussichten.
 
Ewald, sein Vater, bleibt gelassen und schlägt noch andere Möglichkeiten vor, an die der 19 jährige noch gar nicht gedacht hat: "Warum machst du nicht ein soziales Jahr? Da kannst du ein paar Mark mehr verdienen, lernst etwas Neues und hast etwas zu tun, anstatt den ganzen Tag hier herum zu hängen."
 
Eigentlich wollte Joschi, genau wie sein Freund Ali, sich für 10 Jahre bei der freiwilligen Feuerwehr verpflichten. In der Zeit hätte er zwar immer abrufbereit sein müssen, aber mit seinem langjährigen Freund zusammen konnte er sich das schon ganz gut vorstellen.
 
"Okay", entschließt er sich ganz spontan, "ich werde beim mobilen Dienst einen 301 Tage Dienst als Zivi antreten."
 
Der Bürgermeister hat noch mehr Vorschläge, so z.B. die nächste Zeit bei der Gemeinde zu arbeiten, doch dazu hat Joschi nicht viel Lust.
 
Am nächsten Tag sucht er nochmals das soziale Amt auf. Die Aufregung über die Arbeitslosigkeit hat ihn gestern völlig durcheinander gemacht. Heute kann er richtig zuhören, als der Biamte ihm erklärt welche Möglichkeiten er hat.
 
Letztendlich muss Joschi sich aber dann selbst um die Stelle beim DRK bemühen. Das schiebt der junge Mann auch nicht auf die lange Bank, sondern erledigt es gleich anschließend. Er fährt zur DRK-Begleitdienststelle und meldet sich dann auch gleich für die Erste-Hilfe-Sanitäter-Ausbildung an. Hier erfährt er auch, dass er dann monatlich 900.- DM verdient. Na super, denkt er sich, 300.- DM mehr als ich erwartet hatte.
 
Dadurch das sich die Gesellschaft zu einer Dienstleistungsgesellschaft am verändern ist, gibt es so viele arbeitslose Menschen.
 
Viele dieser arbeitslosen Menschen wählen, wie Joschi, lieber das soziale Jahr, in dem sie monatlich 900, - DM zur Verfügung haben, während der normale Sozialhilfesatz nur 600, - DM monatlich ist.
 
Im Verlauf dieses sozialen Jahres, hat schon manch Einer wieder den Einstieg ins normale Berufsleben gefunden.
 
Während seines Zivildienstes lernt Joschi Lia kennen. Für Joschi ist sie eine bewundernswerte Frau: 31 Jahre alt und sitzt im Rollstuhl, und in der Organisation ihres Lebens eine Meisterin.
 
Vor zehn Jahren hatte Lia einen schweren Autounfall. Sie war Beifahrerin bei ihrem Freund im Fahrzeug, befreundet war sie damals erst sehr kurze Zeit mit dem Mann.
 
Seitdem ist die junge Frau querschnittgelähmt und somit total auf fremde Hilfe angewiesen. Die Beziehung zu dem damaligen Autofahrer hatte Lia kurz nachdem sie wusste wie es um sie stand abgebrochen. Nicht, weil sie dem Mann ihr Schicksal vorwarf, sondern weil sie auf keinen Fall eine Partnerschaft aus Mitleid oder gar aus schlechtem Gewissen heraus haben wollte.
 
Trotz des schweren Schicksalsschlags ist Lia heute eine selbstbewusste, selbständige Frau, Arbeitgeberin für die Pflegekräfte, die sie beschäftigt hat, um ihre Versorgung abzusichern.
 
Sie wohnt alleine. Aufgrund ihrer Behinderung ist sie in der höchsten Pflegestufe die es gibt. Anstatt der 3 Pflegestufen wie früher, gibt es heute 20. Je nach Grad der Pflegebedürftigkeit wird man eingestuft.
 
Lia erhält monatlich ca. 15.000,- DM um ihre Unkosten zu decken, die sich auch aus den Beschäftigungsverhältnissen ergeben.
 
Da sie rund um die Uhr, also 24 Stunden Betreuung braucht, hat sie vier feste Mitarbeiterinnen.
 
Von dem Geld der Unfallversicherung hat sie sich damals diese kleine Wohnung gekauft und behindertengerecht umbauen lassen.
 
Die Zeit bei Lia geht, wie immer, rasend schnell um. Joschi und die junge Frau haben immer interessante Gesprächsthemen.