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Freiheit 1989

weiter
Ob sie ihn erkennen würde?
Ob sie ihn versteht?
Vielleicht noch nicht.
Er hatte Zeit – ewig, weil – Liebe ist zeitlos.
Ewig lang und nur einen Moment.
Der Mondschein schien hell.
In seiner Wasserpfütze spiegelten sich zwei weiße Schuhe der Prinzessin.
 
Er war weit weg, und man hörte ihn heulen.
Es war Vollmond.
Und doch war er bei ihr. Seit tausend Jahren.
Er wird sie ewig lieben.
 
Aahooohuu
 
Die Märchenfee
 
Du bist wunderschön
Ich
 
Werd dich niemals küssen
 
Nicht mal im Traum
 
So handeln
 
Denn Märchenfeen
 
Können sich
 
In einen Frosch verwandeln
 

Die Welt steht still
 
Die Welt steht still
Hat nicht verstanden
Dass ich dich will
Und wir uns fanden
 
Fühlt sich versetzt
Weil ich das suchte
Was sie zuletzt
So sehr verfluchte
 
Erzähl mir schal
Bei meiner Liebe
Spricht die Moral
Gegen die Triebe
 
Denkt nur an sich
In dieser Sache
Lässt mich im Stich
Mit ihrer Rache
 
Die Zeit vertreibt
Die hohen Wogen
Die Frage bleibt
Wer wen betrog
 
Im Endeffekt
Ist Niemand eben
Völlig korrekt
In seinem Leben
 

Hand ab – Arm ab – Kopf-los
 
Auf die Plätze fertig ...
 
Für den Freund würde man die Hand ins Feuer legen, für den Bruder hätte man den Arm gegeben.
Für das Liebste – was würdest Du dafür geben?
Und das ist auch schon direkt der Grund, die Wurzel allen Übels.
Einmal abgesehen von der Tatsache, dass das größte Problem der Menschheit die Überbevölkerung
und somit der Mensch selbst darstellt, ist es um so wahrscheinlicher, durch das Überangebot an
Partnerschaftskandidaten den Richtigen zu finden. Aber um so schwieriger ist es auch, ihn zu
erkennen. Der Grund für die chaotischen Partnerschaftsverhältnisse der heutigen Zeit liegt einzig
und alleine im Egoismus des Menschen allgemein.
Um es einmal klipp und klar an dieser Stelle zu sagen: Die Beziehung als solche kann nur leben durch
die „Aufgabe“ von sich selbst, beziehungsweise der Aufgabe von Lebensgewohnheiten.
Die Definition von Beziehung müsste lauten:
 
a) Einschränkung
 
b) Gewinn an Lebensqualität.
Der Mensch, der noch nicht reif ist für eine Lebens-/Liebesbeziehung, möchte mit dem geringsten
Maß an Einschränkung den höchst möglichen Gewinn an Lebensqualität erzielen
 
-und das ist der Fehler –
 
Die letzte Prinzessin
 
Der erste Gedanke:
Was ist Liebe?
Logisch betrachtet die Sache mit den drei H`s.
Wo findet sie statt?
 
-im Hirn, im Herz, in der Hose!
Man könnte auch sagen, im Denken, im Fühlen und im Fi... bums, da fällt mir doch glatt der Füller auf
den Boden. Igitt!
 
Zu H 1: Da der Mensch auch ohne Hosen lieben kann; Erklärung: man denke an unter Zölibat
lebende oder gar impotente Menschen (Kinder und Greise).
Zu H 2: Da man heute schon Herzverpflanzungen vornehmen kann
Denke
Zu H 3: Folglich findet Liebe nur im Hirn statt
 
Behauptung: Liebe ist eine „Vision“
Vision = die Erscheinung, Traumbild, Zukunftsentwurf
Visionär = traumhaft, seherisch, Ansichtssache
 

Das, was ich persönlich suche, ist die Supervision.
Die Traumfrau, die Traumfrau, die Hure, die Traumfrau, die Putzfrau, die Traumfrau, die
Traumfrau, die Geliebte, Traum usw.
Weiber, Zicken, Emanzen, Blondinen. Da der Autor sich nicht in die Brennnesseln setzt, suchen Sie
sich selber eine.
 
Aber noch ein Aspekt: Du musst es vor allen Dingen in Deinem tiefsten Inneren wollen! Du musst
es wollen, aus dir und deinem Partner das Beste herauszuholen, Dir ständig Mühe zu geben, aber –
ohne Zwang! Das zwanghafte Gefühl, eine Beziehung biegen zu müssen, hat vielleicht etwas mit
„nicht - ganz – wollen“ zu tun.
 
Trotz der heutigen Möglichkeiten und Freiheiten werden wir auf Harmoniezwang getrimmt.
 
Aber erst wer zwanglos ist, kann geben, ohne etwas von sich selbst aufgeben zu müssen.
Und – vielleicht ist es ja doch nicht der richtige Partner? Harmonie lässt sich nicht (er?)zwingen.
 
...und die Moral von der Geschicht`?
Hör`(nie) auf schlaue Sprüche nicht!
Mach’s selber (besser?)
 
...los
 
Man könnte zur Abwechslung zum Beispiel mal mit einer Liebeserklärung anfangen.

Wann hast Du das letzte Mal etwas in der Richtung über Deine Lippen gekriegt?
Nur so als Tipp. Aber mach’s doch selber! Wir sind ja schon ruhig!
Man muss sich ja schließlich nicht immer für anderer Leute Glück den Kopf zerbrechen.
Das eigene Glück bleibt schon immer noch das Wichtigste
 
TU’S DOCH
 
verführ mich
berühr mich
küss mich überall
entehr mich
verzehr mich
bis ich in Ohnmacht fall
enteis mich
zerreiß mich
schick mich hoch ins All
erdrück mich
zerpfück mich
bis ich zu Staub zerfall
 

Neuigkeiten
 
In manch diffusen Augenblicken
träum ich davon die Welt zu flicken
wir leben nicht weit vom Glück:
verbohrte Habgier hält uns zurück
reiß aus die egoistischen Triebe
streu auf die Wunden etwas Liebe
dann kotzt es mich wieder an
dass man ja doch
nichts
verändern kann
Was bleibt mir?
ein gutes Gewissen
den Scheiß
nicht mitmachen zu müssen?!
verbrauch die Zeitung im Klo
das Leben läuft weiter
ebenso
 

Über die Freundschaft
 
Oh, dieses Glück!
Dieses unaussprechliche Glück,
die Gedanken nicht zügeln
noch die Worte wägen zu müssen.
Alles äußern zu dürfen,
wie es gerade kommt,
weil man weiß,
ein treuer Mensch nimmt
und siebt es,
behält, was des Behaltens wert ist
und bläst mit dem Atem der Freundschaft
den Rest fort.
 
So lebt man dahin und hat viele „Freunde“ überall. Man unterhält sich, wälzt Probleme, versucht
seinen Lebensfaden nicht zu verlieren, hilft sich, genießt das Leben zusammen.
Alles schön und gut, aber keiner wird dabei bis an seine Grenzen gefordert, solange jeder zu sich
selber stehen kann. Aber nehmen wir an, einer rastet mal aus, macht einen großen Fehler, weil sich
soviel angestaut hat, vielleicht sogar unbewusst, dass plötzlich die Fetzen fliegen. Er gerät aus der
Bahn, trifft folgenschwere Entscheidungen, vielleicht zu voreilig, und verliert den Boden unter den
Füßen.
 
Manche schießen jetzt auf ihn, weil sie sich getroffen fühlen und ihn nicht verstehen können.
Manche stecken einfach ein und zergehen fast daran. Sie schießen nicht zurück, weil sie weiteres
Blutvergießen vermeiden wollen, und gucken hilflos und ratlos zu.
Manche aber forschen nach, hinterfragen die Gründe und erkennen das Wesentliche. Sie bewerten
den Fehler nicht über und können Freund bleiben. Sogar danach noch viel intensiver, weil die
Freundschaft eine Belastungsprobe überlebte. Viele sogenannte Freundschaften überleben aber
eine solche Belastungsprobe nicht.
 
Dafür gibt es die verschiedensten Gründe. Man kann auch nicht immer sagen, dass derjenige es dann
auch nicht wert war, mit ihm befreundet gewesen zu sein. Oft ist eine Bestandsprobe durch äußere
Umstände zum Scheitern verurteilt. Die Ursache liegt in der Distanz. Derjenige, der täglich
vertraut ist mit meinen Gefühlen und Problemen, der meine Reaktionen kennt und sowieso bewerten
kann, für den wird es entweder gar keine Belastungsprobe geben, oder er wird sie spielend
bestehen.
Aber nehmen wir mal die örtliche oder zeitliche Distanz. Jemand, der mich nur selten sieht,
vielleicht sogar in ganz anderen Verhältnissen lebt, kann die Sache gar nicht richtig einschätzen,
soviel er sich auch darum bemüht. Zeitlich gesehen bilden die verschiedenen Generationen durch
ihre unterschiedlichen (geschichtlich bedingten) Lebenserfahrungen und Aussichten – und nicht
zuletzt die unterschiedliche Erziehung in gesellschaftlicher und religiöser Hinsicht – die Distanz.
 
Wisst ihr, was das Schlimmste ist?
Wenn Leute einen umerziehen wollen und verlangen, ihre Einstellung für richtig zu empfinden!
Und wenn man sich dann dagegen wehrt, ist wohlmöglich der Ofen aus, weil keiner in der Lage ist,
sich in den anderen hineinzuversetzen.
 

Freund
 
Hi, mein Freund
bist du es
wo warst du
ich brauche dich
ich will dir etwas geben
wie du mir etwas gibst
ich lerne von dir
wie du von mir lernst
ich brauche dich zum Anlehnen
zum Aussprechen, zum Erleben
zum Leben
mit dir zusammen geht es leichter
hi, mein Freund
ich bin deiner auch
ich bin da
ich lebe für dich
 
Je erwachsener man wird, um so komplizierter denkt man. Es gehen einem Sachen auf, man gewinnt
Einsichten, die man früher nie für möglich gehalten hätte. Man entwickelt sich ständig weiter und
verändert sich auch.
Entsprechend kompliziert ist es, daneben auch noch Freunde zu haben, die mitziehen sollen.
Manche begreifen deine Entwicklung nicht, weil sie sich in eine andere Richtung weiterentwickeln.
Vielleicht gehen so auch einige Freundschaften verloren, schade.
Aber dafür ist man frei für andere, die die eigene Weiterentwicklung in die gleiche Richtung mit
vollziehen.
Einige alte Freunde werden sich auch in die gleiche Richtung entwickeln, und deren Freundschaft
wird mit der Zeit um so tiefer und fester.
Ich denke und hoffe, dass sich diese „komplizierte Phase“ aber auch wieder „verunkompliziert“, weil
man einfach die Suche nach dem eigenen Weg beendet hat und ein Konzept hat, dass mit dem
Unterbewusstsein identisch ist. Dann gibt es keine Bestandsproben mehr vor sich oder vor anderen.
Wer jetzt die gleiche Wellenlänge hat und die Wellenberge und Täler sogar parallel laufen, der hat
Freundschaft.
Aber jede Phase der Entwicklung ist gleichwertig.
Um auf diesen Stand zu kommen, muss man die Vorgeschichte durchgemacht haben. Dieses
Endstadium wird wohl auch nur einen sehr kleinen Kreis betreffen können, weil jeder eine zeitlich
unterschiedliche Entwicklung mitmacht.
 
So sucht mancher mit 50 Jahren immer noch seinen Weg, weil er aus seinem Teufelskreis nicht
herauskommt. Vielleicht sind es äußere Lebensumstände z.B. Armut, Krankheit, die Familie oder sein
zerrissenes Inneres und wohl möglich noch alles zusammen. Aber solange er noch nicht sein eigener
Freund ist, darf er nicht aufgeben, um sich zu kämpfen, weil doch am Schluss stehen soll, dass du
nicht umsonst gelebt hast und dein Lebensziel vielleicht wenigstens erkannt hast.
 

Andererseits sind es doch gerade die Freunde, die einen selber mitreißen und auf den eigenen
richtigen Lebensweg führen können und sollen. Denn dafür sind sie Freunde. Jeder reißt den
anderen mit, man verliert die Orientierung nicht, die alleine eventuell zu Irrwegen führen würde.
Zu zweit oder gar zu ganz vielen verliert man die Besinnung nicht.
Nur schade, wenn – wie gesagt – einer auf einen Irrweg geraten ist und von seinen „Freunden“ gehen
gelassen wird.
Je größer der echte Freundeskreis ist, um so stärker und überlebensfähiger ist die Mannschaft.
Nur birgt leider ein sehr großer Freundeskreis die Gefahr, dass er sich zersplittert, weil vielleicht
der ein oder andere ein anderes Ziel verfolgt (Problem: Distanz). Vielleicht stehen sogar mehrere
mit der Zeit gegeneinander, und dann ist die Gemeinschaft, die vorher den gemeinsamen Weg nach
vorne gewährleistet hat, in Gefahr, sich gegenseitig um so stärker zu zerstören und vom Weg
abzubringen (z.B. Kriege).
 
Eine echte Gemeinschaft kann alles erreichen, aber das Risiko ist groß, auseinander zubrechen und
alles zu zerstören. Und danach steht man wieder ganz am Anfang der Entwicklung (oder nicht?).
 
Aber bleib
nicht stehen FALSCH VERBUNDEN
gib nicht auf
versuch´s noch mal
weil: du willst doch leben
na gut, es ist schon hart
für mich zumindest
Wir sehen ein Ziel
und vielleicht finden wir dochmit der Zeit
zum Glück bleibt mir erspart
was du empfindest
die gemeinsame Wellenlänge
und schwingen parallelum so schneller
die Wahrheit wollt ich eh
nie wirklich wissen
zum gleichen Ziel wird sie auch, tut sie weh
wohl kaum vermissen
war irgendwie Schicksal
als ich dich suchte
dabei das erste Mal
von Liebe fluchte
plötzlich wurde mir klar
mitten im Dunkeln
dass überhaupt nicht war
nicht mal ein Funken
zuerst etwas verwirrt
dann schnell befunden:
hatte mich halt geirrt
war falsch verbunden
 
Seit 29 Jahren
 
Seit 29 Jahren
bestätigt er sich seine
Identität
indem er
seit 29 Jahren
in allen Telefonbüchern
seine Adresse
seinen Namen
seine Telefonnummer
 
unterstreicht.
 
Und wenn es ihm besonders
schlecht geht
ruft er sich selber an
und ist froh
wenn das Besetztzeichen
erklingt
 
Dann fühlt er sich nicht
allein.
 

Evolutionäre Sackgasse
 
Am auffälligsten
Wird sich ein Massensterben
Des Bürgertums
In den sinkenden
Einschaltquoten
Bemerkbar machen
 
Hilfeleistung
 
Wer hing da auf zwei Krücken
Am Wegrand?
Einen Grabstein hinterm Rücken
In seiner Hand ein Schild
Wo ich die Frage fand:
 
„Wer fährt mich zur nächsten Brücke?“
mein Herz zerfiel in tausend Stücke
hielt also an und nahm ihn mit
den armen Mann
dorthin gefahren, stieg er aus
ich wollte darauf schon nach Haus
 
doch dann
 
als er
von der Brücke sprang
hatte ich noch Zeit
zu lesen
was auf dem Grabstein stand:
„ersoffen an Selbstmitleid“
 

Die Drogenszene
 
Der Freund
 
lässt mich im Regen stehen
Stunden vergehn
ich bin nass
nur so aus Spaß
von dir
ist nichts zu sehn
die Straße ist kein Wartesaal
dein pseudocooles „ist egal“
verletzt mich
und versetzt mich
heute
das letzte Mal
 

Über den TOD
 
Wieder ist jemand ganz plötzlich und unerwartet gestorben.
Die ihm nahe standen trauern.
Trauern ist gut. Könnte man nicht trauern, würde man wohl nicht lieben.
 
Jeder hängt irgendwie an seinem Leben. Es ist ein Urinstinkt, um sein Leben zu kämpfen, auch wenn
so manchem die Lust daran vergeht. Und trotzdem geht das Leben weiter. Jeder trägt sein
„Leidpäckchen“ mit sich herum. Manche werden von ihm fast erdrückt... fast erdrückt... fast
erdrückt.
 
Wo liegt der Sinn?
 
Warum das alles?
 
Ich weiß es auch nicht. Aber ich habe in mir eine unauslöschbare Quelle der Hoffnung. Ich hoffe,
sie ist so groß, dass etwas davon überläuft und andere damit ansteckt. Wo ich sie hernehme? Weiß
ich nicht. Aber ich weiß, dass sie da ist. Unauslöschbar. Und ich mache die Augen dabei auch nicht
zu. Es ist nicht so, dass ich das Elend auf dieser Welt nicht sehe.
Vielleicht ist es eine Überlebensmaßnahme von mir, weil ich ohne Hoffnung aufgeben müsste. Nun,
jeder will überleben, und mit dem Rezept Hoffnung würde es sich besser leben lassen, ob sie nun
realistisch wäre oder auch nicht.
 
Das ist eine, ganz nüchtern betrachtet: Hoffnung ist eine Reaktion auf die Angst zu sterben,
beziehungsweise schlecht zu leben. Die Angst vor dem Ungewissen. Es ist so unfassbar, dass einem
nur die Möglichkeit bleibt, daran zu glauben (nicht wissen).
Glauben an den Trost, an eine Erlösung im wahrsten Sinne des Wortes.
 
Und es ist war:
Glaube kann Berge versetzen. Mit dem richtigen Glauben kann man sogar in dieser Welt glücklich
werden ohne Egoismus.
Das heißt nicht, dass man dadurch keine Probleme mehr hat, sondern es bedeutet nur, dass man
seine Probleme richtig wertet. Dass man mit seinen Problemen und denen der anderen reif wird zum
sterben. Man lebt, um mit seinen Problemen fertig zu werden, denn woraus sollte man noch
effektiver lernen können? !
Das Leben ist ein Lernprozess. Wenn man sein Pensum gelernt hat, stirbt man. Dieses Pensum darf
man aber auf keinen Fall nach menschlichen Gesichtspunkten messen. Dafür haben wir, glaube ich,
nicht den Horizont. Sonst würde man begreifen, warum unschuldige Kinder sterben und manche
Bösewichte steinalt werden.
 
Kür mich gibt es keinen unbegründeten beziehungsweise sinnlosen Tod, sowohl für die
Zurückgebliebenen als auch für den Verstorbenen richtig ist. In dem Moment ist der Zeitpunkt
gekommen zu gehen.
 
Und wenn es nur deshalb wäre, dass die zurückgebliebenen etwas daraus lernen. Und wenn es nur die
Lernlektion wäre, dass die Menschen begreifen, dass sie noch nicht begreifen können, zumindest
noch nicht.
 

Ich glaube an ein leben nach dem Tod. In welcher Form, ob Wiedergeburt oder ewiges leben, sei mal
dahingestellt. Darüber macht man sich zwar auch Gedanken, aber es ist unwesentlich. Davon
abgesehen gibt es keine Beweise. Aber dass es weitergeht, habe ich im Gefühl. Mein Gefühl ist mir
Beweis genug.
 
Nun kann man sich natürlich wieder die Frage stellen:
Wofür lebt man den ewig? Ich weiß es auch nicht. Aber ich habe so eine Idee.
 
Von der Geburt bis zum Tode durchlebt jeder Mensch einen bestimmten Lernprozess. Er sammelt
Erfahrungen, aber wofür? Dafür, dass es mit dem Tod aufhören soll? Nein. Aber zum Zeitpunkt des
Todes hat er ja auch bei weitem noch nicht ausgelernt. Man betrachtet nur das kleine Kind, das
stirbt. Also lernt man ja danach vielleicht noch weiter. So kommt der Mensch dem Göttlichen (ich
will es mal so nennen) Schritt für Schritt immer näher.
 
Und dafür muss man durch das ganze, oft höllische Erdenleben? Ja.
Woraus soll man den sonst schöpfen? Aus irgendetwas (Fehlerhaftem) muss man doch auch etwas
lernen können. Und ohne Probleme würde man bei weitem nicht den Reifegrad erreichen können, wie
es mit Stolpersteinen auf seinem Lebensweg der Fall ist.
 
Wer alles hat, weiß es nicht zu schätzen. Erst wenn man nichts hat, weiß man, was man vermisst und
wie beglückend es wäre, es zu besitzen. Und nicht nur das. In dem Moment hat man das Bewusstsein
dafür, und das ist es, was zählt. Es ist nicht so, dass man erst dann glücklich ist, wenn man das
Vermisste wieder hat, sondern schon in dem Moment, wo man das Vermisste zu schätzen gelernt
hat; Also, ein Bewusstsein entwickelt hat, das viel mehr bedeutet, als die Vermisste selbst. Denn
sonst müsste jeder der Glücklichste sein, der alles hat. Aber oft sind es ja gerade die Besitzlosen,
die glücklich sind, weil sie gelernt haben, worauf es ankommt.
 
Und noch was. Man kann nur etwas vermissen, wenn man es auch braucht. Und als Mensch aus Fleisch
und Blut muss man bestimmten Bedürfnissen nachkommen können, um es zu erhalten. Und deshalb
lernt man nur in diesem Leben, was es heißt, etwas zu brauchen. Somit ist dieses Leben die
Voraussetzung für alles weitere, was kommt. Vielleicht reicht ja danach alleine das Bewusstsein aus,
um weiter daraus zu lernen.
 
Was braucht denn der Mensch?
Er braucht natürlich was für sein körperliches Wohl, aber genauso muss er nach seinem geistigen
und seelischen Wohl gucken. Nicht umsonst hat der Mensch seinen Geist, er muss ihn auch nutzen.
Also sammelt er Informationen und Erfahrungen, sei ganzes Leben lang. Aber das Allerwichtigste
habe ich bisher noch nicht erwähnt, und das ist die Nahrung der Seele, nämlich die Liebe.
 
Mit der Liebe verhält es sich fast genauso wie mit anderen Besitztümern. Erst, wenn man sie
vermisst, weiß man oft erst, was sie wert ist. Erst, wenn man um sie kämpfen muss, kann sie sich
richtig entwickeln.
Und darum trauert ein Mensch, wenn ein nächster stirbt.
 

Jetzt mal eine Frage:
Ist es nicht möglich, so zu lieben, dass man um der Selbstwillen nicht mehr zu trauern braucht? Ist
es nicht möglich, sich der Liebe durch den Tod hindurch so sicher zu werden, dass man den
Verstorbenen nicht mehr zu vermissen braucht? Denn, wie war das noch: Der oder das Vermisste ist
es nicht, worauf es ankommt. Es kommt auf das Bewusstsein an. , auf das Wesentliche auf die
Liebe!
 
Und nun ein Trost an alle Trauernden:
Es ist nicht so, dass du erst dann wieder glücklich werden kannst, wenn du den Vermissten wieder
hättest, sondern schon in dem Moment, wo du den Vermissten zu schätzen gelernt hast, also wenn
du ein Bewusstsein erlangt hast, das viel mehr bedeutet, als der Vermisste in dem Moment selbst.
 
Und wenn du das erkennst, brauchst du nicht mehr in Trauer zu zergehen. Dann hast du die Chance,
glücklich zu werden. Ich glaube sogar, dass nicht nur du durch den Tod hindurch lieben kannst,
sondern dass besonders der Gestorbene die Fähigkeit dazu hat. Er hat sein Ziel in diesem Leben
erreicht und seine Vergänglichkeit umgetauscht in Energie. Energie zum Leben, hoffen, verstehen,
vertrauen und bestimmt alles ganz intensiv, wie er ohne menschliche Schranken des Körpers und
des Geistes vollkommen frei ist. Und ich finde, dass dieser Trost noch viel mehr gibt, weil du weißt,
dass du nicht alleine gelassen bist. Er bleibt gegenwärtig in einer anderen Dimension, aber durch die
Beschränkungen unseres Bewusstseins nicht zu erkennen. Aber Glaube kann Berge versetzen.
 
Und wenn du soweit bist, gib es anderen Menschen weiter, dass sie getröstet sind und du ihnen
hilfst, das Bewusstsein zu erlangen. Und wenn du das tust, nicht aus deiner Selbstwillen, dann liebst
du.
 
Und in dem Moment hast du die Angst überwunden
 
verwandelt in Hoffnung
und du bist bereit,
ins kalte Wasser zu springen.
 
Angst
 
ich bin stark
und bekämpfe sie
und ich schaffe es
sie zu überwinden
ich habe die Kraft
sie zu verwandeln
in Hoffnung
ich bin bereit
ins kalte Wasser zu springen