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Wenn meine Eltern mal nicht zu Hause waren, haben wir bis heute versucht, die erforderliche Betreuung mit Freunden und Bekannten sicherzustellen.

(Akute Atemnot: Asthmaspray reichen, Husten helfen)

 

1)

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28

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60

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4

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210

 

 

 

 

 

478

Std.

ca.

bezogen

auf

28 Tage

 


Der Arbeitsablauf einer Caritasschwester an einem Badetag mit M. Thielen

 

Probleme des Patienten

Blasen – Darminkontinenz

 

Pflegeziele

vollständige Darmentleerung

 

Pflegerische Maßnahme

3 mal wöchentlich Abführen mit Zäpfchengabe durch die Pflegehelfer (PH) ca. 2 Std. bevor Patient gebadet wird

Patient im Bett auf die Seite drehen

PH hält Patient so fest

Pflegekraft (PK, Krankenschwester –oder Pfleger) bereinigt grob die Ausscheidungen

dann Transfer wie beschrieben auf Toilettenstuhl und ins Bad über die Toilette

Darm vollständig entleeren – ausräumen durch mehrmalige Darmstimulation

VORSICHT! Hämorrhoiden evtl. Blutungen

 

Probleme des Patienten

sich bewegen

Hohe Querschnittslähmung nach Autounfall, ebenso betroffen sind die Hände, kein greifen oder halten möglich

 

Pflegeziele

Kontrakturen und Decubitus vermeiden

 

Pflegerische Maßnahme

3 mal wöchentlich Krankengymnastik

Transfer vom Bett in Rollstuhl oder Toilettenstuhl (baden) mittels Lifter – Deckenführung

Gurt in Rücken einlegen

PH führt Lifter, PK führt Beine (immer auf Kopfhöhe halten, da Patient starke Kreislaufprobleme hat)

auf Toilettenstuhl setzen (Beine werden weiterhin von PK gehalten)

PH richtet Gurt erneut aus und fährt dann Patient ins Badezimmer über die Toilette

 

Probleme des Patienten

sich pflegen, kleiden

Patient ist nicht in der Lage Körperhygiene selber durchzuführen und sich zu kleiden

 

Pflegeziele

Körperhygiene ist gewährleistet, Patient fühlt sich wohl

 

Pflegerische Maßnahme

Nassrasur sitzend auf Toilettenstuhl durchführen

T-Shirt ausziehen

Urinbeutel entfernen durch PH

Patient mit Lifter unter Mithilfe von PH in Badewanne setzen

ACHTUNG! Beine immer gerade halten

Beine gespreizt über Badewanne

1 mal Intimpflege

Komplett abduschen

PH seift Patient ein

PK wäscht die Haare

Abduschen

PH reinigt Fingernägel und wäscht dann ein 2. mal die Haare

PK wäscht mit Luffahandschuh den Körper, gleichzeitige Massage außer im Intimbereich

Abduschen

 

Probleme des Patienten

Kreislaufprobleme

Rückenschmerzen – Patient kann in Badewanne nicht lange aufrecht sitzen

 

Pflegeziele

gleichmäßige – keine ruckartigen Bewegungen

Wohlbefinden, keine Schmerzen

 

Pflegerische Maßnahmen

beim Hochziehen oder Rückenwaschen des Patienten darauf achten, Bewegungen und Handgriffe mit PH zu koordinieren

Patient abtrocknen

Handtuch und Gurt im Rückenbereich einlegen

Lifter einhängen

 

Probleme des Patienten

Kreislaufprobleme durch hohe Temperatur im Badezimmer und heißes Bad

 

Pflegeziele

Stabiler Kreislauf

 

Pflegerische Maßnahme

Beine einige Minuten auf Wannenrand hoch lagern

Badezimmertür öffnen

Transfer Badewanne – Bett mittels Lifter

Beine hochhalten und schneller Transport zum Bett PH + PK

Patient eincremen

T-Shirt anziehen

Lagern

Urinal befestigen (PH)

Wünsche des Patienten berücksichtigen

Alle Tätigkeiten koordiniert mit PH

Die Physiotherapie bei Michael Thielen

 

Auf Wunsch erstelle ich Herrn Thielen eine kurze Übersicht über die Notwendigkeit der Physiotherapie bei einer Querschnittlähmung mit Tetraplegie.

Da sich die Therapiebeschreibung speziell auf meine Arbeit mit Herrn Thielen bezieht, weise ich darauf hin, dass ich durch seine Bitte von der therapeutischen Schweigepflicht entbunden wurde.

 

Herr Thielen hat unfallbedingt eine Querschnittlähmung in Höhe des 4.-5.Halswirbels.

Die Folgen sind:

Störung bzw. Ausfall der Willkürmotorik unterhalb der Läsion

Störung der Sensibilität ( Empfindungen und Wahrnehmungen bzgl. Haut, Knochen, Sehnen, Gelenke, Muskeln )

Kreislauffunktionsstörungen

Thermoregulationsstörungen

Atemfunktionsstörungen

 

Dadurch entstehen mögliche Risiken wie:

Kontrakturen ( eingeschränkte Gelenkbeweglichkeit durch verkürzte Muskulatur und/oder verklebte Gelenkkapseln )

Dekubitus ( Druckstellen z.B. durch langes Liegen verursacht )

Verbrennungen, Erfrierungen und sonstige Verletzungen durch fehlende Sensibilität

gestörte Körperwahrnehmung und Gleichgewichtsprobleme

Thrombose

Ödembildung

Embolie

Wärmestau bei großer Hitze und Ansteigen der Körpertemperatur

Gestörte Schweißsekretion

Steigerung der Atemfrequenz

vermehrte Schleimproduktion

Störung der Atemmechanik

Abnahme des Atemvolumens

Bildung von Spasmen, verstärktes Reflexverhalten, Klonus

Infektanfälligkeit

Blasen- und Darmprobleme

 

In meinen Aufgabenbereich fallen:

Kontraktuhrprophylaxe, Ödemprophylaxe, Thromboseprophylaxe, Dekubitusprophylaxe, Pneumonieprophylaxe, Tonusregulation der Muskulatur, Förderung von Durchblutung und Kreislaufanregung, etc.

Das Ziel besteht in erster Linie darin, vorhandene Funktionen zu erhalten und eine weitere Verschlechterung der Situation zu vermeiden. Der Patient soll „pflegeleicht“ bleiben.

Steife Gelenke und verkürzte bzw. verhärtete Muskulatur würden das tägliche Handling wesentlich verkomplizieren.

Ich besuche Herrn Thielen drei mal wöchentlich für ca. 40 Minuten zur Krankengymnastik oder Lymphdrainage.

Die Behandlung gestaltet sich nach den Bedürfnissen des Patienten, die stark Tagesform abhängig sind. Das bedeutet, ich entscheide vor Ort, welche Therapieform an diesem Tag angebracht ist.

Dank des eingespielten Pflegeteams, das mit darauf achtet, dass die Beweglichkeit der großen Gelenke wie Hüfte und Schulter erhalten bleibt, kann ich mich in meiner Therapie auf speziellere Dingen wie Mobilisation der Rippen und Wirbel, Lockerung und Dehnung der Schulter-Nackenmuskulatur und Förderung des Lymphflusses konzentrieren.

 

Durch die fehlende Muskelaktivität und somit Ausfall der Muskel-Venenpumpe, neigt Herr Thielen besonders in der wärmeren Jahreszeit zu Einlagerungen von Gewebsflüssigkeit (Lymphe). Um den Abfluss dieser Gewebsflüssigkeit zu aktivieren ist eine Lymphdrainagebehandlung beider Beine erforderlich, da es ansonsten zu massiven Schwellungen kommt, die wiederum zu Folgeerkrankungen und Komplikationen führen.

 

Die Krankengymnastik beinhaltet momentan schwerpunktmäßig die Förderung der Gelenkbeweglichkeit im Thorax- und Nackenbereich. Dazu verwende ich Gelenk- und Weichteiltechniken aus der Manuellen Therapie.

Durch die funktionelle Beeinträchtigung der Atem- und Atemhilfsmuskulatur dürfen Wirbelgelenke und Rippen nicht blockieren, da sonst die Thoraxelastizität, und somit die Belüftung der Lungen nicht ausreicht. Es kommt zu vermehrter Sekretbildung, was wiederum zusätzliche Techniken zum Lösen, Abtransport und Abhusten des Schleims erforderlich macht. Herr Thielen braucht generell zum Abhusten Unterstützung, weil der Aufbau eines ausreichenden intraabdominellen Drucks zum Husten nicht möglich ist. Ohne Hustenhilfe würde der Patient schlicht und ergreifend ersticken.

 

Da Herr Thielen lediglich den Kopf und grobmotorisch die Schulter-Armregion bewegen kann, sind die Muskeln im Schulter-Nacken-Halsbereich stets schmerzhaft verspannt. Daher sind ständige Lockerungen, Dehnungen und Schmerzlinderung unverzichtbar.

Durch die muskuläre Dysfunktion kommt es auch immer wieder zur funktionellen Dysfunktion der Halswirbelgelenke, die konstant mobilisiert werden müssen.

 

Genauso wichtig ist die Lagerung des Patienten, damit keine Druckstellen oder zusätzlichen Blockaden entstehen. Selbst faltige Bettwäsche und Bekleidung kann schon Probleme bereiten.

Bevor ich meine Therapiesitzung beende, muss sicher gestellt sein, dass Herr Thielen ordentlich gelagert ist ( T-Shirt und Bettwäsche gerichtet; gleichmäßige Druckverteilung, Kopfkissen, etc ), und dass er sich über eine Klingel beim Personal bemerkbar machen kann.

 

Eine detaillierte Beschreibung einer Behandlung würde vermutlich ein ganzes Buch füllen, da die Problematik sehr komplex ist.

Wie schon oben erwähnt, gestaltet sich die Therapie individuell. Im Prinzip wäre eine tägliche, mehrstündige Behandlung erforderlich, um auf die einzelnen Beschwerdebilder genauer eingehen zu können.

So bleibt mir als Therapeutin lediglich der Erhalt der vorhandenen Funktionen, die Schmerzlinderung und die Vermeidung von Folgeerkrankungen, um den Pflegeaufwand für alle Beteiligten möglichst gering zu halten.

 

K. Grimm, Eifel – Reha

 

Fenster putzen oben

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Fenster putzen unten

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Staubwischen unten

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Zimmer unten staubgewischt

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Zimmer unten Staubgesaugt

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Alle Lifter angehangen

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Unten geputzt

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Eingangsbereich gefegt

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Küche Handtücher neu

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Küche abgewaschen

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Küche ausgewaschen

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Backofen gereinigt

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Wasserkocher gereinigt

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Brillentücher gewaschen

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Rezeptliste gemacht

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Rezepte bestellt

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Bad unten gereinigt

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Pokissenschaumstoff gewaschen

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Mopp gewaschen

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Blumen gießen oben

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Blumen gießen unten

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Mikrowelle

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Kühlschrank ausgew

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Gardinen gew.

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Stuhlkissen bezogen

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